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Eine Franzosin beeindrucken

22. Februar 2010

Noch eines, auch um die Macht der Plattform greifbar, praktisch nachvollziehbar zu machen und unter Beweis zu stellen.
McCann New York’s Chef Stratege, Faris Yacob demonstriert charmant aus seiner Zeit bei Google wie Faris eine Franzosin zu beeindrucken sucht:

Leo Burnett wurde nicht müde die Werbeindustrie darauf zu verweisen, ihren Ahnungen Folge zu leisten, das Risiko also einzugehen, vorausblickend, flexibel mit Trend und Zeitgeist zu verfahren und dem Vorschub zu leisten.

Die der Werbung in die Wiege gelegte Aufgabe, nämlich die, zu informieren, dem Fortschritt Hilfestellung zu leisten, mit dem Ziel den Alltag für uns Konsumenten leichter zu machen, scheint untrennbar verbunden mit der inhärenten Aufgabe den Verkauf zu fördern. Gute Werbung verkauft.

Alles weisst darauf hin, dass mit zunehmender Reife von uns Konsumenten und der damit einhergehenden sprichwörltichen Demokratisierung der Marke die direkte Teilnahme von uns Konsumenten mit ins Kalkül gezogen werden muss.

Dabei stellen sich blosse Botschaften und Verspechen als weniger effektiv heraus, wir heute sehr wohl in der Lage sind konkret zur Sache zu kommen und die gefühlte Beweisführung mitsamt dem Versprechen gleich mitliefern. Wie? Indem wir dem Konsumenten ermöglichen und nahelegen Sinn und Zweck des zu bewerbenden Produktes oder der Dienstleistung eigenständig zu entdecken und in Erfahrung zu bringen.

Google etwa, wurde vor unser aller Augen und in unser aller Bewusstsein zur Weltmarke und zum Begriff ohne jegliche Werbung.

Jeder von uns hat Google für sich entdeckt und zu nutzen gelernt. Amazon bietet ein nicht weniger beeindruckendes Beispiel unmittelbaren Nutzens. MyMuesli ist als Deutsches Beispiel zu nennen. So lecker waren gute Vorsätze noch nie!

Zugegeben, die jüngst aufgeführten Beispiele belustigen und sind so banal wie offensichtlich. Allerdings sind auch Faris Yakob’s erheiterndes Beispiel, wie auch Nicolas Roope’s 5 Minuten Pitch: Mach Sachen nicht Werbung oder Ana Andjelic’s Gleichung: „Verhaltensweise + Technologie = Situation“ nicht mit Esoterik zu verwechseln, aber hemdsärmelige, pragmatische Demonstrationen und konkrete Hinweise wie Werbung und Marketing sich der Realität anpassen müssen um weiterhin Anschluss zu finden an den gegenwärtigen Diskurs.

  • Situationen schaffen die vom Konsumenten entdeckt werden und unmittelbares Handeln ermöglichen
  • In die Sache investieren, nicht in die Bewerbung der Sachen [Anwendungen, Gemeinschaften. Hilfsmittel für Erfolgsmessung…]
  • Quelltext

Weil wir gerade bei Google sind und für Deutschland keine lokalisierte Nutzung von foursquare sinnvoll ist, sei gesagt, dass Google Buzz lokale Empfehlungen ermöglicht bzw. mit etwas Erfindungsgeist und einem guten Programmierer Georeferenzierung [sgeo tagging] auch mit den Lokalisten möglich sein sollte.

Das Vorschaubildchen habe ich meiner jüngsten Tochter [Elizabethan Days] entlehnt.

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