6te Sinn via Spiegel.de

Peter Königs Magnetgürtel. Quelle



Drei-Achsen-Magnetometer Quelle: Schweizblog.ch

Magnetometer bei Zugvögeln. Quelle.

 

 

Wissenschaftler suchen schon lange im Gehirn nach einer Maschinerie, die schlichten Reiz in richtige Wahrnehmung verwandelt. Diesen Ansatz hält König „mindestens für unvollständig“. Er glaubt an eine andere Idee: Der sich in der Welt bewegende Körper lehre den Menschen, Sinnesreize zu interpretieren. „Wir lernen das Fühlen durchs Handeln“, sagt König.

Der Forscher erklärt es so: „Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit einem U-Boot durch die Barentssee. Kameras und allerlei komplexe Elektronik vermitteln Ihnen ein Bild von der Außenwelt. Da kommt ein Monsterkrake und stöpselt alle Anschlüsse um. Sie sind plötzlich blind.“

So ungefähr stellt sich Peter König die Situation im Gehirn von Neugeborenen vor – keiner der Sinnesreize ergibt Sinn. „Also wie kriegt der U-Boot-Kapitän das hin?“, fragt der Forscher. „Er probiert herum, er zieht an Hebeln und drückt auf Knöpfe, und durch das, was dann jeweils passiert, lernt er, alles wieder richtig zu verschalten.“ So machen es Babys auch.

Gerade passiert in der Welt, dass alle vertrauten Stöpsel von der Riesenkrake umgestöpselt werden und U-Boot-, Industriekapitäne, Steuerleute in der Politik und Bürger sich neu orientieren und neue Hebel ziehen und auf neue Knöpfe drücken müssen, um sich wieder richtig zu verschalten.

 

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