Ein neuer Aggregator für den Buchhandel

3. Dezember 2012






 

 

Bildquelle:YAYO

 

 

Nicht wir brauchen die Bücher, die Bücher brauchen uns

Vor zwei Jahren gestaltete ich eine Auswahl an Geschmacksmuster für das Münchner Antiquariat Hans Hammerstein. Wenn auch hätte gelingen mögen, die Persönlichkeit eines angesehenen Münchner Familienunternehmens, für den Bildschirm einzufangen und zu reflektieren, fehlte mir die Überzeugung, hier etwas zu schaffen, dass in der Lage wäre, etwas zu bewegen und unabhängig von multinationalen Aggregatoren im Stande ist, Bücher auch über den Ladentisch zu bewegen . Es war eine Website, wie alle anderen Websites auch, statisch wie Drucksachen und ohne soziale Dynamik.

Mit einem Unterschied, der das Leben der Damen Hammerstein einfacher gemacht hätte. Auf WordPress CMS aufgesetzt, wäre die Website sozialfähig gemacht, ohne Hilfe eines Programmierers zu aktualisieren und allem voran, hätte sie den Damen Hammerstein als Datenbank gedient.

Längst schon findet der Verkauf, der Buchhandel des Antiquariats, vornehmlich im Internet statt.

Wie in anderen Branchen auch, schöpfen ein oder mehrere sog. Aggregatoren den Rahm der Branchensuppe ab. In unserem Fall ist es zvab.com.

1996 waren Bernd Heinisch, Friedemann Kutschbach und Jens Bauersachs dem Paradebeispiel von Amazon Bücher gefolgt und gründeten das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher, einem Aggregator für Antiquare. Weiterer, nationaler Wettbewerb folgte dem Beispiel von ZVAB.com, einem Unternehmensbereich der AbeBooks Europe GmbH.

 

Ein kunterbuntes, überladenes Me Too Spektakel, funktional und abgesehen von der benötigten Funktionalität, hässlich, wie schon David Ogilvy über dt. Werbungmittel urteilte.

 

 

Vorher

 

Das bisherige, dem Zeitungslayout nachempfundene, 3-spaltige Layout erfährt eine Renaissance, bedingt durch das Aufkommen von Retina Bildschirmen, Webfonts und der Tatsache, das alle Motivation in den Netzen von Nutzen dominiert wird. Die Homepage kann abgelöst werden von radikaler Funktion, wie Google Suche es uns zur Gewohnheit hat werden lassen.

Warum sollte das nicht auch bei neuen Geschäftsmodellen zum Erfolg beitragen?





 

 

Nachher

Der Hammerstein Aggregator hat zum Ziel, es dem dt. Antiquar seiner Gesinnung getreu, zu ermöglichen, in einem unabhängigen von einem etabliertem Kollegen initiierten, kultivierten Umfeld wieder den Handel zu betreiben, der in bewogen hat, dem Antiquariatskunsthandel sein Leben zu widmen.

In einem dem Antiquariatskunsthandel entsprechenden, angestammten Umfeld, das nichts hat von einem Bauchladen oder umständlicher Bürokratie der Ämter.

 



Grobskizze „Suche‟



Grobskizze „Suchergebnis‟, „Stöbern‟

 

 

Unterdessen wurde das Web einfach und elegant

Pinterest oder auch Tumblr erhielten in weniger Zeit mehr Zulauf als alle bisherigen Musterbeispiele im Web. Google ist der Welt drittbedeutendste Marke ohne vormals je Werbung für sich gemacht zu haben. Ein Beitrag von Uli Busch in der WuV beoabachtete schliesslich 3 Trends in der Markenführung, die ich bestätige und für das Antiquariat Hammerstein hier zum Vorschlag und für deutsche Antiquare hier erstmalig zum Anstoß mache.

 


 

 

1. Grobskizze: „Suche‟-Fenster

Was von der Homepage übrig bleibt ist die Funktion. Nicht was wir denken ändert unser tun, was wir tun ändert unser denken.

Von Google gelerntes: „Nur das nötigste‟.

 

 

2. Grobskizze „Suchergebnisse/Stöbern‟

 


Vorderseite:

Buchtitel
Autor
Verlag Veröffentlichungsdatum

Sozialwidget: Der Besucher kann seine Auswahl weiterempfehlen und behält dank dieser Miniamaturen die Übersicht über Einkäufe und soziale Kontakte. Der Besucher hat bereits 6 Bücher in seinem Warenkorb, bravo!



Rückseite:

Buchtitel
Autor
Verlag Veröffentlichungsdatum

Sozialwidget im aktiven Zustand (FB aktiv mit 4 Weiterempfehlungen)



Die hier nebeneinander gezeigten Zustände finden grundsätzlich auf einer Platz sparenden Drehscheibe statt, gleichsam mit den verfügbaren Interaktionen.

 

 

Interessierte Antiquariate gesucht

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Aggregator für den Buchhandel

 


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