Heimat mit seiner Werbung für Hornbach (ein Baumarkt ausgerechnet!) beispielhaft vorführt, gilt es einen Nerv zu treffen. Das Gleichnis der verwundbaren Achillesferse hilft. Den Nerv treffen, beispielsweise das, was eine kleinen Glaubensgemeinschaft zusammenhält, das gemeinsame Interesse einer Gruppe, oder zeitgleich das, womit ein ganzes Volk sich gerade beschäftigt. Die eigene vollkommene Überzeugung hilft.

 

 


Die dargestellten Sprichwörter

Die dargestellten Sprichwörter.

 

 

  1. Den Teufel aufs Kissen binden (überwindet starrköpfig selbst den Teufel)
  2. Ein Pfeilerbeißer (scheinheiliger Heuchler)
  3. Sie trägt Feuer in der einen, Wasser in der anderen Hand (doppelzüngige Person)
  4. Mit dem Kopf durch die Wand (stur und unbedacht Unmögliches versuchen)
  5. Scher sie ab, doch schinde sie nicht (nicht um jeden Preis seinen Vorteil suchen)
  6. Der eine schert Schafe, der andere Ferkel (der eine lebt im Überfluss der andere in Not)
  7. Geduldig wie ein Lamm
  8. Dem Mann einen blauen Mantel umhängen (ihn betrügen)
  9. Er schüttet den Brunnen zu, nachdem das Kalb ertrunken ist (es wird erst etwas unternommen, wenn es zu spät ist)
  10. Rosen (Perlen) vor die Säue werfen (Verschwendung an Unwürdige)
  11. Wer durch die Welt will, muss sich krümmen (wer etwas werden will, muss sich anpassen)
  12. Er lässt die Welt am Daumen tanzen (er lässt alles nach seiner Pfeife tanzen)
  13. Jeder reißt sich um seinen Vorteil
  14. Wer seinen Brei verschüttet hat, kann nicht wieder alles einsammeln (der Schaden ist nicht wieder gutzumachen)
  15. Sich an der Seite des Geldbeutels festhalten (die Liebe hängt auf der Seite des Geldbeutels)
  16. Eine Harke ohne Stiel (etwas Unbrauchbares)
  17. Er geht von einem Brot zum anderen (er kommt mit seinem Geld nicht aus)
  18. Er sucht das Beilchen (einen Vorwand suchen); er kann sein Licht leuchten lassen (er kann zeigen was er kann)
  19. Er brät den Hering wegen des Rogens 1: Eine Kleinigkeit opfern, um einen Vorteil zu erreichen (Mit der Wurst nach der Speckseite werfen). 2: Dort brät der Hering nicht (Es läuft nicht nach Wunsch).[3] 3: geringer Vorteil[4]
  20. Hier zieht die Sau den Zapfen raus (Nachlässigkeit rächt sich)
  21. Er hängt der Katze die Schelle an (ein Unternehmen ausposaunen und dadurch gefährden)
  22. Bis an die Zähne bewaffnet sein
  23. Die eine trocknet, was die andere spinnt (etwas weitertratschen)
  24. Das Schwein ist durch den Bauch gestochen (etwas ist unwiderruflich entschieden)
  25. Zwei Hunde an einem Bein (Knochen) kommen selten überein (sich erbittert um eine Sache streiten)
  26. Er bindet Gott einen flächsernen Bart um (Betrug unter der Maske der Scheinheiligkeit)
  1. Sie greift nach dem Hühnerei und lässt des Gänseei fahren (unüberlegt eine schlechte Wahl treffen)
  2. Er versucht das Maul weiter aufzureißen als eine Ofenklappe (er überschätzt seine Fähigkeiten)
  3. Er fällt durch den Korb (einen Korb/eine Abfuhr bekommen); er hängt zwischen Himmel und Erde (er befindet sich in einer misslichen Lage)
  4. Er sitzt zwischen zwei Stühlen (Er kann keine Entscheidung treffen/ er steht auf keiner Seite)
  5. Da hängt die Schere heraus (Beutelschneiderei)
  6. Sich um ungelegte Eier kümmern
  7. Er trägt das Licht im Korb an den Tag (seine Zeit nutzlos vertun)
  8. Kerzen für den Teufel anzünden (sich jedermann zu Freunden machen)
  9. Beim Teufel in die Beichte gehen (seinen Feinden Geheimnisse anvertrauen)
  10. Was nützt ein schöner Teller, wenn nichts drauf ist?;
  11. Er fängt die Fische mit den Händen (er nimmt die Fische aus dem Netz, das die anderen auslegen/er ist ein Schlaumeier)
  12. Auf glühenden Kohlen sitzen
  13. Verkehrte Welt
  14. Er scheißt auf die Welt (er verachtet die Welt)
  15. Die größten Narren bekommen die besten Karten
  16. Wie die Karten fallen (wie man Glück hat). Schräg oberhalb der Karten sind an der Hauswand ein Auge und eine Schere zu sehen (nicht nummeriert). Diese bedeuten: Durch das Auge (Grifföffnung) der Schere ziehen (unehrlich gewinnen), alternativ auch: Auge um Auge.[3][4]
  17. Er pisst gegen den Mond (er strengt sich an, Unmögliches zu erreichen)
  18. Jemanden über den Löffel barbieren (mit jemandem Spott treiben)
  19. Hinter dem Netz fischen (die Gelegenheit verpassen)
  20. Der große Fisch frisst den kleinen
  21. Des Nachbars Wohlergehen mir Kummer macht, mich kränkt, dass die Sonne ins Wasser lacht (Missgunst)
  22. Gegen den Strom schwimmen (gegen die Mehrheitsmeinung sein)
  23. Den Aal am Schwanz packen (eine schwierige Sache unternehmen)
  24. Er schaut durch die Finger (bei einem Vorteil schaut man nicht so genau hin, ob es mit rechten Dingen zugeht)
  25. Da hängt das Messer (jemand wird herausgefordert)
  26. Da stehen Holzschuhe (man wartet vergeblich)
  27. Ein Loch im Dach haben
  28. Einen Pfeil dem anderen nachsenden (falsche Beharrlichkeit), seine Pfeile verschossen haben (nichts mehr in Reserve haben)
  29. Es wächst zum Fenster hinaus (es kann nicht geheim gehalten werden)
  30. Er spielt auf dem Pranger (im Unrecht nicht noch die Aufmerksamkeit auf sich lenken)
  1. Vom Ochs auf den Esel fallen (schlechte Geschäfte machen)
  2. Er reibt den Hintern an der Tür (sich über etwas hinwegsetzen), sein Päckchen tragen (sein Unglück tragen)
  3. Sie scheißen durch dasselbe Loch (unzertrennliche Kumpanen); es hängt wie ein Scheißhaus über dem Graben (unzweideutige Angelegenheit)
  4. Er wirft sein Geld ins Wasser (sein Geld zum Fenster hinauswerfen, unnütz vergeuden)
  5. Seine Kutte über den Zaun hängen (etwas Neues anfangen, ohne zu wissen, was einen erwartet)
  6. Er sieht die Bären tanzen (er sieht vor Hunger etwas, was nicht da ist); andere Deutung: Wilde Bären sind gern beieinander (wilde Tiere vertragen sich besser als Menschen)
  7. Unterm Besen getraut (ohne Kirchensegen zusammenleben); da steckt der Besen raus (die Herrschaft ist nicht zuhause)
  8. Da ist das Dach mit Fladen bedeckt (es herrscht Überfluss)
  9. Wenn das Gatter offen ist, laufen die Schweine ins Korn (ohne Aufsicht geht alles drunter und drüber)
  10. Wer Feuer frisst, scheißt Funken (wer Gefährliches unternimmt, braucht sich über die Folgen nicht zu wundern)
  11. Sein Mäntelchen nach dem Wind hängen (Opportunismus)
  12. Er küsst den Ring (übertriebene Ehrfurcht)
  13. Sie schaut dem Storch nach (seine Zeit vertun)
  14. Die Federn in den Wind geschüttet (planlos und erfolglos Arbeiten)
  15. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen (zwei Aufgaben mit einer einzigen Maßnahme erledigen)
  16. Ihm ist gleich, wessen Haus brennt, wenn er sich nur am Feuer erwärmen kann (jede Gelegenheit für einen Vorteil nutzen)
  17. Er schleift den Klotz hinter sich her (sich für eine verlorene/unnütze Sache abrackern)
  18. Rossäpfel sind keine Feigen (man soll sich nichts weismachen lassen)
  19. Wenn ein Blinder den andern führt, fallen beide in den Graben (wenn ein Unwissender den anderen führt, gibt es ein Unglück)
  20. Die Reise ist noch nicht zu End, wenn man Kirch und Turm erkennt (Das Ziel einer Unternehmung wird erst mit Abschluss des Erfolgs erreicht)
  21. Vor dem Wind segeln (unter günstigen Umständen leicht einen Erfolg haben), auch: Ein Auge im Segel haben (gut achtgeben)[4]
  22. Ich bin zum Gänsehüten nicht berufen, so lass ich Gänse Gänse sein
  23. Er bescheißt den Galgen (er fürchtet sich vor keiner Strafe)
  24. Wo Aas ist, fliegen Krähen[5]

 

 

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Abbildungen und Auflistung der Sprichwörter sind Wikipedia entlehnt.