Agenturgründer Stefan Heller gestern im Regional Fernsehen

Agenturgründer Stefan Heller gestern im Regional Fernsehen

 

Mit der Kirche ums Dorf¹


 
Gestern Abend war Stefan Heller, Gründer der Münchener Agentur Heller und Partner und erfolgreicher Geschäftsmann in der Regionalsendung Stadtgespräche zu sehen, im Gespräch mit Jörg van Hooven zum Thema Zukunft der Werbung.

Jörg van Hooven war redlich bemüht Herrn Heller mit Fragen aus der Reserve zu locken und das Thema Werbung heute, für ein Münchener Publikum greifbar und relevant zu machen. Doch weit gefehlt, hatte er nicht mit Stefan Heller’s Ausweichtaktik und Bauernschläue gerechnet, die auch unbemerkt bleibt, da sich der Zuschauer wie vom Plätschern eines Feng Shui Brunnens einlullen lässt.

Persönlich habe ich nie zuvor von Heller und Partner gehört, etwas das mich erstaunt, bei deren beeindruckend, gewichtigen Kundenportfolio. Was tut die Agentur um der Branche Magie zurückzubringen?

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Die Zukunft der Werbung (überregional):

Conan O’Brien – Wie kann ich Werbung für mein Geschäft machen?



Ist mit „Weg von Kreativität, hin zu Beratung‟ das gemeint was Amir Kassaie seit langem von der Branche fordert? Oder wird sich hier, einer Idee feige angepasst wie es Ödön von Horvath in der Ewige Spiesser beschrieb?

Stefan Heller mit verschmitztem Lächeln, wusste jede Frage durchaus verständlich, eloquent in seiner beruhigenden Münchener Art, höchst umsichtig und keineswegs dumm zu beantworten. Vorhandenes Wissen der Branche wurde bestätigt. Stefan Heller ist bauernschlau, kein betulicher Schwätzer. Klüger wurde, wie gesagt dennoch niemand.

Ich fühle mich erinnert an etwas, das ich in der Blogosphäre aufgeschnappt habe: „Zu viele Bosse, zuwenig Führung‟. Ist mit Verwaltungsapparaten dem Wandel im Verhalten der Konsumenten beizukommen und lassen sich deren Begehrlichkeiten wecken, indem das was eine Kreativagentur sein soll, sich als Verwaltung bekennt?

 

 

 

 

 


Immerhin ehrlich, mag nur der Zyniker jetzt denken. Ich kenne McKinsey und McKinsey ist der Förderung der Markt- und Ideenentwicklung verpflichtet.

Ehrenhaft ist es von beiden der Herren, die Zukunft der Werbung ins Gespräch bringen zu wollen, gut auch das Beispiel Tempo und mit anderen Allgemeinplätzen die Ruhe zu bewahren.

Mit Ruhe bewahren ist unserer Branche nur auch nicht geholfen. Im Gegenteil! Die stattfindenden Umwälzunge sind enorm und betreffen uns alle. Die Menschen wollen etwas. woran sie glauben können. Von taktischem Geschick und Bauernschläue haben sie reichlich abbekommen seitens Politiker, Versicherungen und Verwaltungen, die ihnen das Geld aus der Tasche ziehen. Kein bayerischer Politiker bringt es in Berlin zu Ansehen. Alles das ist gelernt und es herrscht Frustration darüber.

Die Aufzeichnung ist hier zu sehen. Zu Schulzeiten wurde dergleichen sofort abgestraft als Themaverfehlung. „Setzen 6.‟-wurde dann gesagt. Warum sollte es der Sendung da anders gehen?

¹Thomas Meinecke entlehnt.