Verselbstständigung

„Wie kann es sein, dass ein Bauunternehmer aus Brooklyn uns Kommunikationsprofis zeigt, wie man Social Media schlau einsetzt?”

Deutschland’s Vorzeige-Werber, Amir Kassaei1 gibt die Frage an die deutsche Werbebranche weiter.

Samstag hatte ich das Glück auf die Geburtstagsparty von Michl Weiss mitgenommen zu werden. Ein fantastischer Abend. Gefeiert wurde in 3 Wohnungen im obersten Stock, in deren Küchen jeweils gekocht wurde. Bis auf eine bildschöne Rumänin und ihrer aufmerksamen Begleitung, war kaum jemand zugegen der jünger war als 60. Jedenfalls nicht in der Küche in der es über 5 Kilo zarten Schweinebraten gab. Alle drei Wohnungen waren voll geladen mit altem Mobiliar, viel davon aus Beständen der Freunde. überall gab es unendlich viel Utensil zu entdecken, Souvenirs und nutzloses Kleinod. Ein Traum von Wohnung wie ihn Tim Burton haben könnte. Toll auch die niedrige Decke, der Gasherd und die Wasserboiler.

Anscheinen kannten sich alle aus Alt-Münchner Handel. Leute die sich zeitlebens gegenseitig über den Tisch gezogen hatten. Selten habe ich einen so freundschaftlich geneigten Abend ohne die gebräuchlichen Bosheiten erlebt. Dabei zeigte sich auch die Nutzlosigkeit von Instagram. Was es gebraucht hätte ist eine App, die Gesprächsfetzten aufzunehmen und zu verteilen im Stande ist. Von einem mir bislang unbekannten gut aussehenden Rotschopf kamen die lustigsten Bemerkungen. Toll auch das überraschende Auftauchen von Thomas Bröse mit gewitzter, hübscher Tochter, die der Mama ähnlich sieht und Sohn Vito, der mich seit dem letzten Mal, noch um einen Kopf gewachsen, überragt. Mit Thomas Bröse sind wir gewissermassen bei Trump angekommen.

Ich hatte an dem Abend völlig unnötig versucht meine jeweiligen Gesprächspartnerin davon zu überzeugen, Trump so zu sehen wie einst Franz Josef Strauss.

Franz Josef Strauss blieb nichts übrig, als die Regierung in Berlin zu ärgern. Er bereiste auch solche Länder, die mit Demokratie nichts gemein hatten und ließ sich davon nicht abbringen, profitable Übereinkommen mit den Ländern einzugehen.

Schliesslich war aus Bayern, das nach dem Krieg bettelarm war, dank Strauss, eines der reichsten Länder Deutschland’s geworden. Der Staat des Bundes der nicht einmal richtig deutsch sprechen kann.

Richard David Precht denkt wie ich, dass bei dem antizyklischen2 Erscheinen von Donald Trump durchaus etwas gutes dabei herauskommen kann. Mein Freund Burkhard meldete sich unlängst aus Aschaffenburg: „Was wäre die Welt doch langweilig ohne Donald Trump und Kim Jong”.

 

 

 

Verselbständigung

 

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