Deutscher Kommerz. Schreit vor Glück.

 

 

Wenn etwas zum Regelfall wird dann ist das ein Zeichen für Wandel. Es ändert sich. Gerade geschieht, dass auch hierzulande das Interesse an Forschung, Fortschritt durch Technik und Wissenschaft geweckt ist. Darüber hat Brand Eins und das dt. Qualitätsfernsehen viele Geschichten zu erzählen, nicht sosehr das dt. Internet. Nun soll Zalando, Berichten zufolge, schwarze Zahlen schreiben. Der Stein aber soll gesamtheitlich ins Rollen gebracht werden, nicht?

Solange Bürger, Bildung, Wirtschaft und Politik sich mit der Handhabung digitaler Hilfsmittel vertraut machen, ist richtig und unbescholten, digitalen Marktführern auf die Finger zu schauen und es ihnen möglichst genau nachzumachen (gleich zu tun). Übung macht den Meister. Stimmt.

Deutscher elektronischer Kommerz schafft den digitalen Durchbruch. Sie merken es an der Dominanz neuer elektronischer Marken im Werbefernsehen. Ein innerdeutscher Bubble entsteht, um eine Anzahl von Risikokapital investierten Aggregatoren herum. Zalando macht Investoren und Gründern mit schwarzen Zahlen Mut.

 

 

Was ist an diesem Bild falsch?

Es ist solchen Geschäftsmodellen vorbehalten, denen es gelingt, einen Rentabilitätsnachweis noch vor Erscheinen auf dem Markt vorzuweisen. Das ist nichts für den, als Rückgrad der Wirtschaft gepriesenen Familienbetrieb, Einzelhandel, also Mittelstand. Hier wird sehr praktisch mit Tageseinnahmen gerechnet und mit gemachten Erfahrungen aus dem Tagesbetrieb gearbeitet. Der scheut sich vor automatischen Kassen aus verständlicher Scheu vor dem Finanzamt. Automatisierung ist Teufelswerk. Die Erfahrung bestätigt es.

Der Durchbruch lokaler Aggregatoren trägt zum Schwinden von Geschäften in Ihrer Nachbarschaft bei. Auch Erfahrungen sind Daten und werden von Algorithmen ausgewertet.

Proprietäre Systeme verhindern die Verbreitung der Produkte und Dienstleistungen, denen sie dienen sollen. Keiner der jüngsten Welterfolge im Bereich der neuen Medien bedient sich eines propietären Systems. Es sind offene, responsive Systeme, die obendrein die Verteilung von Firmeninternem Wissen und Erfahrungen frei zur Verfügung stellen und vorantreiben. Zum Nutzen aller, auch zum Nutzen der Konkurrenz. Ein Verhalten das Entscheiden der alten Schule schlaflose Nächte bereitet.

Dennoch, der Wissentransfer ist gebrochen. Beste Praktiken der digital führenden Länder werden nicht auf andere Länder übertragen. Der weltweite Webstandard wird hierzulande nicht akzeptiert.

Auch ein höchst willkommenes Wirtschaftsmagazin wie BrandEins arbeitet mit Typo3, das für Entwickler und nicht für den Benutzer gemachte Content Management System. Der deutsche Rekordhalter Heftig dagegen akzeptiert den Standard und nutzt ihn.

Die vormals belächelte deutsche Dienstleistungswüste hat im Digitalen seine neue Heimat gefunden. Das in einem Bereich wie dem elektronischen Kommerz erhaltene Wissen wird nicht auf andere Bereiche wie Politik oder Bildung übertragen. Deutsches Qualitätsfernsehen fördert den Wissenstransfer mehr als das Internet. Willi wills wissen, die Höhle der Löwen und famose Dokumentarreihen bieten Selbst-Aktualisierung. Wissen ist der Burner. Lernen ein sozialer Knaller.

Familienbetriebe die das erkennen und die zu Kuratoren werden und ihre Geschichte selbst schreiben, wenden das Blatt wie Heftig.co zu ihrem Vorteil ohne Hilfe von Investoren und der kostenintensiven Dienstleistung Dritter. Sie genügen sich selbst.