Mein protestantischer Freund, Markus Dennig in New York, hatte ein Einsehen, dass Kommunikation einen weit gefächerten Raum für Bewegung bietet. Mehr als einmal musste ich mich in meiner Karriere neu orientieren, mir von Freunden und Familie helfen lassen und von vorne beginnen. Als Schuster aber bleibe ich bei meinen Leisten. Wie ich jeden Stein umdrehe und so manche Agentur der verschiedenen Disziplinen besuche, werden Kategorien und ihre Verhaltensmuster deutlich. Überraschungen von denen ich profitieren könnte, bleiben aber aus und das hässliche, ja abstossende daran will ich hier auslassen. Ich bin erleichtert und freue mich darüber, dass es lustig weitergeht.


Harmut Esslinger mit etwas woran ich glauben kann

Design: Eine Passage zu integrierter Kommunikation


 
Grund zu Optimismus bietet die von mir versäumte Kategorie Design und seine absehbare, zunehmende Bedeutung in unserer post-digitalen Zeit. Mir ist nicht geläufig, dass Metadesign in Berlin oder Frog Design in München, Einbusen seitens der Weltwirtschaftskrise verzeichneten. Wie auch Agenturen mit neuem Geschäftsmodell, erweitern Designagenturen ihren Wirkungskreis, ungehindert vom Wettbewerb.



Design bedarf weniger Erklärung, es erklärt sich selbst. Design ist gleichwohl ein taktisches Mittel als auch ein strategisches. Design steht politisch in keinem Wettbewerb zum Platzhirsch Werbung oder dem Mammut Marketing.

 

Werbung ist Müll und Marketing nervt. Was die Welt braucht ist etwas woran sie glauben kann, etwas unverdorbenes, unmittelbares, greifbares und Marketing ist so ziemlich das Gegenteil.


„Napoleon war auch nicht gross‟, gibt es auf der Website meiner ewigen Wiener Freundin, der bewundernswerten und erfolgreichen Geschäftsfrau Birgit Vollmeier zu lesen, gefolgt von einer beachtlichen Anzahl an Gestaltungsbeispielen für renommierte lokale Unternehmen und deren Agenturen. Birgit ist Texterin, David Ogilvy schüttelte ihr die Hand, keine Designerin. Nahtlos integrierte Kampagnen, hier sind sie zu haben.