L’Oreille cassée

Der Arumbaya-Fetisch (französischer Originaltitel: L’oreille cassée, wörtl:„ Das zerbrochene Ohr“)

 

 


„Der Weg ist das Ziel” hat es lange geheissen. Falsch. Auch wenn Sie wissen wie das gemeint war, wissen Sie natürlich, daß nur das Ziel das Ziel sein kann.

Arumbaya Fetisch ©Hergé

Eine heisse Spur.

 

Sie erkennen den dt. Mittelstand am lädierten, angebrochenen Ohr.

 

 

Deutsche Unternehmen sind mit solcher Weisung für mehr als eine Dekade auf halber Strecke liegen geblieben.

Die Regierung will nun den Nachholbedarf mit seiner digitalen Agenda erfüllen.

Ein Punkt der Agenda ist die logistische Ausweitung eines sehr schnellen Netzes, um den versäumten Wissentransfer zu ermöglichen und ihn so weit zu beschleunigen, dass der Nachholbedarf erfüllt ist.

Wieder falsch.

In führenden, digitalen Gesellschaften wie der USA, spielt die Netzgeschwindigkeit keine solche Rolle. Die USA hat seinen Wissensvorsprung mit ausgedienter Kupferverkabelung erwirkt und ist noch immer der hochmodernen Glasfaser-verkabelung hierzulande weit unterlegen.

Das also kann es nicht sein.

Es fällt den dt. Rekordhaltern schwer hinzuhören, was der Wettbewerb macht. Wozu auch?

Der Wettbewerb befindet sich auf dem absteigenden Ast und hat Bedarf dafür, das es weiter und bestenfalls aufwärts geht. Der deutsche Rekordhalter hat kein solches Bedürfnis, sie sind schliesslich Weltmeister und Exportrekordhalter.

Mit dem Erfolg aber erhöht sich die Verantwortung und alle Welt, jedenfalls Europa schaut auf Deutschland, dem als Design Nation bewunderten Land und erwartet Antworten.

Gerade erst hat sich Deutschland vom alten kranken Mann Europas zum Fussballweltmeister und Rekordhalter gemausert. Eine reife Leistung.

Jetzt soll die digitale Agenda den gebrochenen Wissenstransfer richten, die deutsche Digitale soll ein leuchtendes Beispiel abgeben und Europa Orientierung bieten. Auch im digitalen soll die Design Nation weltweit Anerkennung finden.

Der Wissenstransfer findet schon immer von einem zum anderen statt und Leo Burnett, der viel bewunderte Werbemann der Chicagoer Schule der Werbung bestätigte, dass Mundpropaganda das beste Medium von allen ist. Es hilft zu akzeptieren, daß die Konversationen ins digitale abgewandert sind und daß grosse Probleme keine grossen Lösungen brauchen.

 

 

Eine heisse Spur

Bloggen bietet das Equivalent zur traditionellen Mundpropaganda und es liegt nahe, das nicht die Geschwindigkeit beim Wissenstransfer den Ausschlag gibt, aber das eine Vielzahl an unabhängigen Branchenblogs, die einst dem Minnesang angestammte Aufgabe übernommen haben und für Mitteilungen und also den Wissenstransfer von einem Bürger zu vielen Bürgern, noch vor der konventionellen Presse und anderen kulturellen Mediaformen verantworten.

Bürger teilen ihr Wissen mit Bürgern gleichen Interesses. Mit Branchenblogs handhaben Familien-unternehmen ihre Selbstaktualisierung, erweitern ihre Stammkundschaft über das lokale hinaus und können sich auf das wichtigste, nämlich ihr Produkt oder iher Dienstleistung konzentrieren.

Alle Investition kommt der Produktentwicklung zugute und die Kommunikation wird im Haus von denen erledigt, die ihr Produkt oder ihre Dienstleistung am besten kennen: den Familienmitgliedern.

Der seitens Regierung als Rückgrad des Landes gepriesene Mittelstand, das deutsche Familienunternehmen kann somit die eigene Chronik schreiben und bedarf nicht länger der Hilfe einer Werbeagentur, oder eines Programmierers. Dafür war ohnehin kein Geld zur Verfügung. Werbeagenturen und Entwickler verkaufen Ihnen Fälschungen. Der Original Arumbaya Fetisch hat, wie jeder Tim und Struppi Leser weiss, ein angebrochenes Ohr. Auch der seitens der Regierung gepriesene Mittelstand ist lädiert und am angebrochenen Ohr zu erkennen. Die Regierung preist den Mittelstand und meint damit Multinationale an deren Tropf sie hängen.

Zuhören lohnt und ein angebrochenes Ohr ist Grund genug, den USA langfristig erprobte, reife Leistungen abzuschauen.

 

 

Arumbaya Landkarte ©Hergé

Zuhören und Abschauen bietet Orientierung.

 

 

Hinhören kann die Regierung auch bei schlechtem Hörvermögen. Nämlich bei lokalen Gedankenführern, wie beispielsweise den beiden Herren, Kim-Fabian von Dall’Armi und Armin Steuernagel.

 

 

Realität wird gemacht. Die Frage ist nur: Nach welchen Regeln, und wer bestimmt sie? „Da war ich dann schnell bei der Demokratie, und die direkte Demokratie ist nur der nächste logische Schritt.“

 

 

„Als Europaparlamentarier kannst du wenig bewegen!“ Mit Häfner und Gleichgesinnten gründete er bald darauf Democracy International mit dem Ziel, für mehr Demokratie in Europa zu kämpfen.

 

 

Es gibt brauchbare Gedankenführung auch hierzulande, wenn sie auch in den USA ihren Ursprung hat.

Die Ursachenforschung, die einer parlamentarischen, digitalen Agenda vorausgegangen sein muss, ist wie alles auch, auf halber Strecke liegen geblieben. Es braucht nicht viel ums sie als unreif und unfertig einzustufen.

Dank gebührt dem deutschen Fernsehen, hier findet die Auseinandersetzung des im Umbruch befindlichen Landes auf BR Alpha, Servus TV, Phoenix und dem lange vergreisten Arte TV beispielhaft statt. Willi wills wissen…

Das für den Umbruch und die Veränderung im Verhalten der Leute verantwortliche Medium aber dominiert hierzulande nur im elektronischem Kommerz. Ein Blick auf die heutige Fernsehwerbung genügt. Altvertraute Marken werden von neuen Aggregatoren mit spinösen Bezeichnungen verdrängt. Eine wie auch im Forstbetrieb verheerende Monokultur.

 

 

Branchenblogs sind die digitale Agenda deutscher Familienunternehmen

Akzeptieren Sie für Ihr Unternehmen den intl, offenen Webstandard und Sie haben für Ihr Unternehmen den grossen Hebel aktiviert, der an Effienz und Effektivität der USA in nichts nachsteht. Er bietet eine einfache, praktische, für Ihr Familienunternehmen erschwingliche Lösung von der Stange ohne Entwicklerkosten.

Was Muttiblogs, Foodblogs oder Modeblogs leisten, können Sie sich und Ihrem Unternehmen auch zutrauen. Ein gesundes Selbstverständnis vorausgesetzt.