Den Verlauf der Desktop Revolution über konnte ich ausharren im Kreis der kleinen NeXT Gemeinde und wurde schliesslich System Administrator des Miami Digi Lab, dessen kreative Leitung ich hatte und für deren technischen Aufbau ich verantwortlich war.

Die Welt und jedenfalls die Geschäftswelt, war währenddessen beschäftigt, zwischen einem Gewirr an Kabeln und hoffnungslos überambitionierten Anwendungen, die Orientierung nicht zu verlieren.

 

Sie ist es heute noch.


NeXT Bildschrimgehäuse

 

 

Andrew Loewenstein (NY Times Erwähnung) entwickelte unsere Raster Image Processing Software, die nur eines konnte, die Datenmenge in Höchstgeschwindigkeit von den NeXT Stationen rüber zu dem grossformatigen Scitex Iris Inkjet Drucker schieben.

In einem Wettstreit mit einer lokalen Lithoanstallt konnte ich den Besitzer überzeugen, mit einer Datenmenge von nur 30MB und preiswerten Desktop Maschinen sein Ergebnis mit teuren Proprietärgerät und Datenmengen von mehreren Gigabytes Qualitativ gleich zu ziehen.

Innerer Jubel für einen Generalisten der von Lithographie bis Dato keine Erfahrung hatte.


Digi Lab Anzeige im NeXTWORLD Magazin

 

 

Auf die Entwicklung, der für Layout und Gestaltung benötigten Software, hatten wir ebenfalls grossen Einfluss, ich war Beta Tester bei Altsys Virtuoso (Freehand) und guter Freund des Chefentwicklers, als auch mit Gwen Reid und seinem Paste Up bestens vertraut.

Meine Freunde waren nicht länger Agenturfreundschaften, aber Nerds, Entwickler und Erfinder.

Die NeXT Philosophie war eine einfache.

Eine Anwendung sollte nur eines können, das aber richtig und mit erhabener Eleganz.

Wie ein Messer das Brot schneidet, für’s Papier braucht es eine Schere.


NeXT Cube

 

 

Zwei völlig verschiedene Anwendungen, die eine schneidet Brot, die andere Papier.

Jedes Kind weiss das.

Die Welt, insbesondere die Geschäftswelt, bedient sich mit pervertierter Vorliebe bei Anwendungen, die den Unterschied von Brot zu Papier, nicht länger wahrnehmen.

Anwendungen, die alles auf einmal zu handhaben versprechen.

Schlampig und schlecht programmiert von Leuten die fürs Geld arbeiten nicht aber mit Druck der aus ihrem Inneren kommt.

Tim Cook Bildquelle: spiegel-online.de

 

 

Tim Cook erklärt das Ende der PC Ära als gekommen, bei seiner Vorstellung des neuen iPad vor zwei Tagen

Die Geschäftswelt wird die Vorzüge von mobilen Rechnern schon wegen ihrer Wirtschaftlichkeit – weniger Kosten pro Kopf und der erhöhten Erreichbarkeit und Einsatzfähigkeit der Mitarbeiter – fördern wollen. Die Rechner verschwinden von den Schreibtischen, in Folge verschwinden die Schreibtische.

Dedizierte Arbeitsplätze werden für flexible Arbeitsweisen und das Stadtleben für ein Landleben eingetauscht.