Politik

Kleine Schritte

24. Januar 2012 Keine Kommentare

Herbert Wehner Kleine Schritte

Herbert Wehner, SPD Aussenseiter. Bildquelle: Bundesarchiv/Wikipedia

 

„Besser kleine Schritte als große Worte‟

„Die politische Aufgabe der Bundesrepublik lautet nicht: Ordnung statt Reformen, sondern Ordnung durch Reformen, auf jeden Fall aber Ordnung.‟

Jedes Kind begreift die gegenwärtige Weltlage, in der Ablöse und Neubesetzung zur Tagesordnung im grossen Maßstab gehören, als eine fantastische grüne Spielwiese.

Die blöden Erwachsenen aber suchen sich die falschen Vorbilder oder legen die richtigen Vorbilder verkehrt aus.

Deutschland wird im Ausland als Designnation gefeiert. Die dt. Automobilbranche hat das Vorjahr mit Rekordzahlen abgeschlossen. Europa blickt nach Deutschland für Orientierung.

CES lehrt uns keine weiteren Kopien von iPhone, iPad oder schlanken Laptops zu produzieren aber es dem Beispiel Nest Thermostat gleich zu tun und den von Apple gelernten, technologischen Vorsprung dorthin zu übertragen wo er erwartet und benötigt wird.

Hallo?

Also nicht in neue Rechner aber in brauchbare und benötigte Haushalts und Gebrauchsgeräte (Beispiel Dyson bei Staubsaugern und Lüftungsgeräten / Braun Oral B Volkszahnbürste) investieren.

Tun ist gut*, alles andere wird sich zeigen.


 

„Das können Sie halten wie Du willst‟

Präsident Wulff mag recht behalten, es wird Gras über die Sache wachsen, noch aber hängt sie wie ein alter Furz über der Politlandschaft und stinkt das Wohnzimmer zu.

Besser wäre sicherlich mit einer unaufhörlichen Serie an brauchbaren Signalen das Ansehen seines Amts wieder herzustellen und sich damit grossartig egoistisch einen enormen Gefallen zu tun:

Eine Kollaboration mit frischen Ideen der Piratenpartei eingehen wäre so ein Signal…

…der Gründungsgeist in Deutschland wäre angemessen gefördert.

Temporär ein offen zugängliches On/Offline Forum aus glaubwürdigen europäischen Denkern ins Leben rufen und frische Gedanken konsolidieren, Ideen die zu einem Selbstverständnis der europäischen Identität führen sollen.

(Das Vorwort soll Einblicke in die Geschichte liefern, wie es im historischen Ablauf zur US Konstitution kam)

Tun ist gut*, alles andere wird sich zeigen.

 

„Der erste Schritt, den jeder tun kann, ist, sich frei zu machen von dem Untertanengemüt‟

Bestätigt.

Bundesbürger haben das längst und lange vor ihren Führungsleuten in Politik und Wirtschaft verstanden.

Politik und Wirtschaft brauchen sich nicht länger für ihre Versäumnisse schämen, Bundesbürger haben gelernt sich auf den unablässigen Strom neuer Technologien und Medien verlassen zu können. Demokratisierung wurde zum universellen Selbstläufer.

Erwartungsgemäß werden Absolventen der Universitäten zunehmend die Gründung neuer Geschäftsmodelle der Schmach von Hartz IV vorziehen.

Verdiente Angestellte älter als 45, werden zunehmend die Gründung neuer Geschäftmodelle der Schmach von Hartz IV vorziehen.

Tun ist gut*, alles andere wird sich zeigen.

*Tun ist gut wurde von Gareth Kay geprägt.

Gareth Kay wird freilich recht behalten, wir leben im Zeitalter von Ideen die tun.

 

 

Kategorien:Politik, Transformation

Internet Frühling

19. Januar 2012 Keine Kommentare

wiki blackout 2012 1 Internet Frühling

„Stell dir eine Welt ohne freies Wissen vor“

 

SOPASTREIK Der Tag danach

Liess Harold Feld’s Zusammenfassung wie das Signal einiger 7000 abgeschalteter Websites, von Wikipedia über WordPress Blogs, mit der Unterstützung von Google, es durch die Membrane der berüchtigten „Washington Blase‟, von der die ins Amt berufenen Beamten von den Belangen der Welt getrennt sind, in das Bewusstsein der Beamten vordringen konnte.

Mit Erfolg wie der ZDNet Bericht von Christoph H. Hochstätter in verständlichem Deutsch aufzeigt.

Auch unverständliches findet sich in einer Pressestimme.

Details von Claudia Prickel.

 
web goes on strike Internet Frühling
 

Das Internet im Internet

Jaron Lanier’s Artikel, bezieht sich auf die Gefahr, die dem Internet von innen droht und ist allen anempfohlen, die mit Internet (oder den sozialen Medien) immer nur Facebook meinen (hier zu lesen). Netzneutralität im Zusammenhang mit proprietären Funktionen auf Facebook. Bereits Tim Berners Lee äusserte Bedenken.

Bedenken sind auch bei Apple’s iCloud angebracht.

Sopastrike.com

 

 

Trautmann u. Wulff: Besser zum Besseren

9. Januar 2012 Keine Kommentare

Andreas Trautmann und Christian Wulff Trautmann u. Wulff: Besser zum Besseren

McCann Worldgroup Chef Andreas Trautmann and Präsident Christian Wulff


 

Zwei Ereignisse entfalteten ihre Wirkung zwischen den Jahren ohne direkten Bezug zueinander, ich benötigte etwas Zeit es zu erkennen, das eine aus der Politik, das andere aus dem Marketing, auch wenn der Zusammenhang offensichtlich ist:


Berlin — Laut zwei neuen Abstimmungen, glaubt die knappe Mehrheit der Deutschen ihr bedrängter Präsident solle im Amt bleiben und Kanzlerin Merkel signalisierte am Freitag ihre Unterstützung für den Mann, dem sie zu seinem Amt verhalf (den vollständigen Washington Post Artikel hier lesen).

Berlin — Der kürzlich ernannte McCann Chef Andreas Trautmann macht Tabula rasa mit der in Bedrängnis geratenen McCann Worldgroup. Standorte in München, Hamburg and der einstigen Zentrale Frankfurt, wurden geschlossen.

Berlin and Düsseldorf sollen nun die Magie zurückbringen und die kreative Führung in (und für) Deutschland wieder herstellen.

Beide Männer haben sich Wiederherstellung zur Aufgabe gemacht und beide können bei der Gelegenheit beachtliche Erfolge erzielen, indem sie transformativ sind und die deutsche Aufgabe in ihrem europäischen Kontext zu nutzen verstehen.


 

Eine Weltgruppe für die neue Welt

Die Entwicklung ist ein Freund und ein radikaler Neubeginn mag die gewünschte Wirkung zeigen für McCann’s Trautmann und die deutschsprachige Weltgruppe, ein neues Geschäftsmodell wird sich in Folge zeigen und dem schlanken Modell kleiner Gründungs-vorhaben gleichen.

Sehr zu Gefallen von Gustavo Martinez, dem in London ansässigen Europachef der Gruppe.

Ich habe ein unglaublich einflussreiches Modell deutlich vor Augen, so erfolgreich im Tagesgeschehen, dass es als Exportschlager von Andreas Trautmann Absatz findet bei weiteren McCann Gruppen in aller Welt und Interpublik Agenturen.

Schritt für Schritt wird es die unvergleichlichen Markenbildungs- und Marktpositionierungs-Fähigkeiten wieder herstellen, die McCann zum grossen Spieler der alten Welt machten, mit einem Unterschied, die McCann Weltgruppe spielt jetzt ein bewundertes Spiel in der neuen Welt.

Die neue Welt wird als Mitspieler gewonnen.


 

Ich habe mich geirrt

Andererseits ist das Amt des Bundespräsidenten für gewöhnlich ohne grosse Anteilnahme der Bevölkerung.

Präsident Wulff hat sich entschuldigt, um Verzeihung hat er nicht gebeten.

Ein Charakter aus der alten Welt, der sein Amt auf die Vergesslichkeit der Bevölkerung setzt und das womöglich mit Erfolg.

Dem zum Trotz, kann es sich gut und gerne auch zum Besseren wenden:

Der dt. Präsident wird seine Entschuldigung mit kontinuierlichen Aktivitäten untermauern wollen, die in der Presse und Bevölkerung auf gute Ressonanz stossen. Eine rentable Einteilung, die Transparenz und andere dringende, transformative Inhalte zum Mittelpunkt haben (Lesen Sie den Englischsprachigen, 2 Tage alten Eintrag von Seth Godin hierzu).

 

 

Lizenz für das Internet Zeitalter

7. Januar 2012 Keine Kommentare

creative commons Lizenz für das Internet Zeitalter
 

Das CC Zeichen signalisiert uns, unter welchen Konditionen wir Inhalte anderer für die eigenen Beiträge nutzen dürfen.

Deine Urheberrechte kannst Du hier Deinen Bedingungen anpassen und für Deine Zwecke sichern.

Der Lizenzvertrag ist somit dem Landesrecht entsprechend rechtskräftig und wird mit dem CC Symbol angezeigt.

Die betreffende Kodierung und damit das CC Zeichen erhälst Du nach Beantwortung von sieben Fragen, die rasch beantwortet sind.

Mehr Information gibt es auf Wollmilchsau neben ausführlicher Video Anleitung von Meike Richter.

 

 

Urbi et Orbi

31. Dezember 2011 Keine Kommentare
Kategorien:Design, Neue Werbung, Politik

2012

14. Dezember 2011 Keine Kommentare

 

 


recessions are for wimps1 2012

Rezessionen sind für Hasenfüsse.
Älter werden auch.
© Hugh MacLeod.


 

Entwicklungen im neuen Jahr

Noch bevor Prognosen und Trends für das neue Jahr 2012 eintreffen, präsentiert die gute, alte J. Walter Thompson Agentur im neuen JWT Gewand, die 10 Trends für 2012. Eine tolle Vorlage hier einzusehen.

Wir dürfen gespannt sein ob und wenn ja, von welchem Blogger die JWT Intelligenz übertroffen wird.


 

Besorgt nicht besorgt1 2012

JWT Angstindex (USA angezeigt)


 

Auch im neuen Jahr wird nichts zu Fall gebracht oder wie die Berliner Mauer von selbst kollabieren

Ein guter Freund von mir, ist davon überzeugt, dass Deutschland seiner Mittelmässigkeit den Wohlstand zu verdanken hat.

Im Internet ist Deutschland nur Mittelmaß, belegt auch eine Faktensammlung von Netzökonom Holger Schmidt.

„Dabei gilt gerade die Internetkompetenz inzwischen als eine Schlüsselkompetenz, um gleichberechtigt am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilzunehmen”, sagt Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundes-wirtschaftsministerium.

Das Ausland aber huldigt Deutschland als Designnation. Porsches werden bevorzugt von Amerikanern gefahren.

In Cannes räumten deutsche Agenturen die Kreativpreise ab, im Digitalen aber blieben sie zurück.

Der dt. Nachwuchs holte kürzlich Gold beim YoungGuns Wettbewerb nach Deutschland (Showcase).

Die grüne Partei der Deutschen ist beispiellos.

Eine Kanzlerin ebenso.

Angela Merkel setzt sich in Verhandlungen beispiellos durch.


 

Neues Besseres1 2012

Der Reiz des Besseren ersetzt den Reiz des Neuen an Dringlichkeit.


 

Was gibt es Besseres?

Die Neugier auf alles Neue verklingt allmählich und wird ersetzt von einem Verlangen nach Besserem.

Bei dem digitalen Lärm, halten wir uns die Ohren zu und wollen nicht länger wissen, was es Neues gibt.

Jetzt wollen wir in aller Stille für uns entdecken, was es besseres gibt.


 

Rund Scharf1 2012

Scharfe Formulierungen helfen uns Entscheidungen zu treffen.


 

Weihnachten wird unter dem Baum entschieden

Seth Godin schrieb kürzlich in einem Eintrag: „Gut abgerundet ist wie ein elastischer Ball, der herumrollt und für viele zufriedenstellend ist, er wurde für Langlebigkeit hergestellt.

Das Gegenteil?

Schärfe.

Schärfe ist oft das was wir wollen. Von einem Chirurgen, von einem Reiseführer oder Buchhalter erwarten wir nicht, dass er gut gerundet ist, wir erwarten Präzision.

Schärfe ist furchteinflössend, weil es das oder nichts ist.”


 

Piraten Partei1 2012

Deutschland hat erkannt, sich nicht länger auf die vertrauten Parteien verlassen zu können.


 

Die Piratenpartei fand beispiellos, schnell Akzeptanz bei den Deutschen

Wenn es nur eine Entscheidung zu treffen gilt, dann die, Deiner Stimme für die Piratenpartei.

Frische Gedanken versetzen Deutschland durchaus in die Lage die notwendigen Hebel zu tätigen:

  • Nutzen demokratischer Intelligenz:
    Mit Hilfe von Crowdsourcing, Crowdfunding, Hackathons in anderen Worten, neuen Herangehensweisen unter Nutzung voluntärer Hilfe der Intelligenz vieler, lassen sich Lösungen effizient und kostensparend finden.

    Volontäre aus dem Umfeld der benötigten Fachrichtung finden sich für wenige Tage ein um Lösungen zu finden zur Bewältigung anstehender politischer, sozialer oder aber IT technischer Aufgaben (Hackathon).

  • Frühe Beteiligung der Betroffenen ist Vorraussetzung für Transparenz und Fairness. Das Vertrauen der Bevölkerung wird zurückgewonnen.

    Ein solches Vorgehen hätte zusätzliche Kosten und die Empörung über Stuttgart 21 zu verhindern gewusst.

  • Die Ziele der Piratenpartei hier einsehen.


     

    Jung alt1 2012

    Die lustigen Fünfziger dominieren den Marktplatz nicht die in der Werbung umworbene Jugend.


     

    Der Trend im Bevölkerungswandel in einem Satz: Die Bevölkerung in Deutschland wird älter und die Einwohnerzahl nimmt ab.

    Setz sich diese Entwicklung fort, dann werden nach den Berechnungen der UN im Jahr 2050 fast 45 Prozent der deutschen Bevölkerung der Generation 55+ angehören.

    Die lustigen Fünfziger sehen sich, wie vormals Farbige und Frauen, von den Medien nicht wahrgenommen oder verzehrt dargestellt. Marketing u. Forschung lassen auch diese Gelegenheit ungenutzt.


     

    Marketing Food Blogs1 2012

    Tech u. Marketing Blogs verlieren weiter an Interesse. Food Blogs steigen weiter auf.


     

    Lifestyle Blogs sind keine Modeerscheinung

    Die wichtigste Seite in den Netzen ist die Seite die Du selbst erstellt hast, erklärt Seth Godin und JWT erklärt Foodblogs als Trend Nummer Vier des Jahres 2012 (Beispiel I8NY, Der Mut anderer).

    Das hat seinen Grund.

    Die Gesellschaft entzieht den offiziellen Organen ihr Vertrauen zugunsten guter Geschichten aus den eigenen Reihen.


     

    Aktive Marken1 2012

    Nicht den Säcken ohne soziale Bindung gehört die Welt, der aktiven Marke gehört die Welt.


     

    Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun

    Neue Digitale hat mit Mein Burger für McDonalds ein Fallbeispiel einer Idee die tut, bundesweit vorgestellt.

    Es ist nicht was wir tun aber was die Leute damit tun.

    McDonalds plant bereits eine Neuauflage der „Mein Burger‟ Aktion (WuV Bericht).

    Bürger richten ihren Burger anhand verfügbarer Bestandteile zu.

    Die Beteiligten stimmen darüber ab, welche Burger Kreation es auf das Menü der Burgerkette schaffen soll.

    Eine monetäre Belohnung der Mitwirkenden war nicht notwendig. Der Anreiz den eigenen Burger auf den dt. Markt zu bringen war den Teilnehmern Lohn genug, die Mühen und den Nervenkitzel auf sich zu nehmen.

    Ideen die tun wurde von Gareth Kay von Goodby,Silverstein & Partner geprägt.

    Mehr zu Mein Burger gibt es hier

    Zeichen der Zeit

    6. Dezember 2011 Keine Kommentare

    01 Photo by Bill Orcutt Courtesy John Baldessari and Marian Goodman Gallery lead Zeichen der Zeit

    John Baldessari Installation auf Manhattan
    Foto: Bill Orcutt, via John Baldessari und Marian Goodman Gallerie


     

    Inflation

    Unterwegs auf der ultra-schicken, hohen Zeile Manhattan’s begegnet der Erholungsuchende dieser Tage, einem gigantischen Plakat mit einem 100-tausend Dollar Geldschein.

    Eine Installation von John Baldessari und Währung, die es zur grossen Inflation auch tatsächlich gegeben hat. Makabres Zeichen unserer inflationären Zeit.

    New Yorks neue Attraktion, der High Line Park entstand auf einer alten Bahntrasse, die in zehn Metern Höhe sich auf einem stählernen Hochviadukt über zwei Kilometer durch die New Yorker Stadtteile Meatpacking District und Chelsea zieht.

    Vor Baldessari hatte David Byrne die Idee einem grossen Erdball die Luft zu entziehen.


    David Byrne rendering Zeichen der Zeit

    David Byrne's Wiedergabe unseres bedrohten Planeten
    Bild via Pace Gallerie.


     

    Wirklichkeitsverzerrung

    In den Vereinigten Staaten besteht die unter dem schönen Namen Tea Party, bekannt gewordene Volksbewegung darauf, dass Grünhauseffekt und damit einhergehende, für die Ökologie gefährdende Statistiken, verzerrt dargestellt werden.

    In Deutschland berichten die Nachrichtensender, dass die Arbeitslosenzahl seit 20 Jahren ihren Tiefststand erreicht hätten.

    Aus dem Umfeld weiss ich von 7 Fällen, allein in der letzten Woche, wobei die Leute sich gar nicht erst arbeitslos melden, in der Gewissheit unter Hartz IV, ihre privaten Einlagen und die ihrer Verwandten aufbrauchen zu müssen um ihre, durch erbrachte Steuerzahlung, zugesicherte Unterstützung überhaupt in Anspruch nehmen zu können.

    1. Den verheerenden Umweltprognosen glauben schenken

      oder einfach so weiter machen?

    2. Staatlicher Unterstützung vertrauen und die Kronjuwelen der Familie opfern

      oder sich Hass und Verachtung von Familie u. Gesellschaft erst garnicht aussetzen und besser gleich unter die Brücke ziehen?


     

    D64 from D64 on Vimeo.

     

    D64

    In seiner gestrigen Montagspredikt schrieb Ralf Schwarz:

    “D64 sind Menschen, die täglich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des Internets für die Transformation unserer Gesellschaft arbeiten” – ich mag diese Alleinstellungs- und Vertretungs-Ansprüche. Widersprechen kann man dem sowieso nicht: “Sie sind sich einig, dass man Politik für die Zukunft nicht mit Gedankengut von gestern machen kann”. Werden wir also alle Mitglied in diesem Verein, “um Deutschland für die digitale Demokratie vorzubereiten”. —Ralf Schwarz

    Jedes bisschen hilft.

    Es ist nur konsequent die Piratenpartei in diesem, ihrem Anliegen parteipolitisch zu unterstützen.


     

    rail yards Zeichen der Zeit

    Abstellgleis zu neuem Leben erweckt Foto: Iwan Baan


     

    Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun

    Seit Gareth Kay die Idee von Ideen die tun prägte und somit eine praktische Lösung für Industrie (und Gesellschaft) ins Gespräch brachte, sehe ich für mich die unabwendbare Notwendigkeit gegeben, den Mund zu halten, Tatsachen zu schaffen und wenn alles gut geht einmal davon zu profitieren, dass andere darüber reden.

    Sitte, Verstand und der Druck von Innen verlangen es förmlich, uns als wandelbar (transformativ) oder auch anpassungsfähig zu erweisen.

    1. Beispiel Dyson Staubsauger: Kluge Hersteller investieren erst in die Fähigkeiten ihres Produktes, dann und nur dann in die Werbung ihres Produktes.
    2.  

    3. Negativbeispiel Stuttgart 21: Städteverwaltungen setzen von vornherein auf Hackathons und behelfen sich mit der Intelligenz vieler zur Lösung lokaler Probleme.
    4.  

    5. Beispiel Piratenpartei: Die sich ungemein rasch entfaltende Akzeptanz der Piratenpartei demonstriert grosse Einigkeit darüber, zukünftig effizienter zu werden und Probleme mit adäquaten, zeitgemässen Mitteln beikommen zu wollen.

     

    Tun ist gut. Es lässt uns des Nachts Schlaf finden. Es ermöglicht kleinen Unternehmen mit nützlichen Ideen von sich reden zu machen.

    Du malst Dir eine Idee aus, malst Dir den Produktionsweg aus, bis Du ihn rückwärts aufsagen kannst, vom fertigen Produkt bis vor zum Anfang der Entwicklung. Et voilà.

    Alles fraternisieren hindert nur.

    Es braucht keine Organisation um einen Nagel in die Wand zu schlagen. Hammer, Nagel, Deine Hände, draufschlagen und schon hängt das Bild an der Wand.

    D46 nutzt seine Ressourcen und Fähigkeiten nicht um die im Bundestag ansässige Piratenpartei mit dementsprechenden Zielen zu stärken, aber für den Aufbau einer Organisation von oben nach unten. Die Ämter wurden besetzt, die Eitelkeiten befriedigt noch bevor eine Idee die tut auch nur angedacht wird.

    Als Graphiker und Mitgestalter der digitalen Epoche gefällt mir der Aktionismus der seinen digitalen Ausdruck findet auf der Website des New Yorker High Line Park, die Website von D46 erinnert an die gedruckte Version von Vereinsstatuten, auch wenn es sich hier um WordPress CMS handelt.

    Bei der Gründung der US Werbeagentur Victors & Spoils war ich anfangs ebenfalls erschrocken darüber, dass zuerst ein Logo per Crowdsourcing entwickelt wurde, sich die Reihenfolge hinterher aber als klug erwies.

    Möge das, mir als eitel erscheinende, Vorgehen von Nico Lumma und Freunden sich als gute Strategie erweisen und möge sich D64 rasch zu einer aktiven Platform für Ideen die tun entwickeln. Tun ist gut.


     

     

     

     

    Wandel und Wohlstand

    30. November 2011 Keine Kommentare

    Donut Wandel und Wohlstand
    1pixel alpha Wandel und Wohlstand 

    2 Unterrichtsstunden sollen uns helfen, die grossen Zusammenhänge vor dem Hintergrund der aktuellen Occupy Bewegung verstehen zu lernen und geben Einblicke, wie unsere Welt von verblüffend einfachen Systemen beherrscht wird.

    1:38 Stunden davon sind Ausschweifungen in populäre Verschwörungs-theorien. Auch geschmäcklerische Differenzen sollen Dich nicht davon abhalten, zwei Stunden Deiner Zeit zu investieren, um womöglich von einem erstaunlichen Grad an Klarheit über Wandel und Wohlstand, Gedeih oder Verderb zu profitieren.

    Tatsächlich verhilft auch das Donut Modell (Taurusmodell) nicht zu Erkenntnissen, ich gebe mich mit der Mutmassung zufrieden, dass sich Foster Gamble’s Geschäftsmodell darin verbirgt.

    Foster Gamble ist ein wohlhabender Erbe und Nachfahre von James Gamble des weltweit vertretenen Konsumgüter-Konzerns, Proctor & Gamble.


    Bildquelle: Evan-Amos, Wikipedia Commons


     

     

     

    Europa in 10 Jahren

    23. November 2011 Keine Kommentare

    Europa in 10 Jahren2 Europa in 10 Jahren

    Wird die dt. Designnation Innovationsführer?


     

    Letzen Samstag veröffentlichte das Wallstreet Journal eine Zukunftsvision von Harvard Professor Niall Ferguson, wie Europa in 10 Jahren wohl aussehen möge.

    Eine unterhaltsame Lektüre für das Wochenende hier einzusehen, mit munterer Diskussion unter den Kommentatoren.

    „Willkommen im Europa, 2021. Zehn Jahre sind vergangen seit der grossen Krise 2010-11, die nicht weniger als 10 Regierungen, die Köpfe gekostet hat, Spanien und Frankreich inbegriffen. Manches blieb unverändert, mehr noch aber hat sich grundlegend verändert.‟

    Auffallenden behilft sich Ferguson technokratischer Begriffe, wie er sagt, um seine Kinder zu beeindrucken. Von Downloads ist die Rede, womit gemeint ist, das Erfolgskriterien erprobter Länder von noch ungeübten Ländern entlehnt werden

    China habe vor 10 Jahren damit begonnen, seine Festplatte zu defragmentieren und Erfolgkriterien der vormals erfolgreichen Industriestaaten runterzuladen, sagt Ferguson und benennt sechs davon, denen der Westen seinen bisherigen Wohlstand und kulturellen Einfluss zu verdanken habe. Auch nennt er sie Killer Apps, ein Begriff, der mich an Sean Condon von MRM Worldwide denken macht und so falsch nie war.


     
    USE 2021 150x1501 Europa in 10 Jahren

    6 dominante Institutionen (Killer Apps, erprobte Erfolgsfaktoren)

    1. Wettbewerb
    2. Wissenschaftsrevolution
    3. Gesetzliche Regelung
    4. Medizinische Revolution
    5. Konsumgesellschaft
    6. Arbeitsmoral

     

     

     

    Niall Ferguson: China meistert die ‘Killer Apps’

     

     

     

    Wohl sein heisst gutes tun

    3. November 2011 Keine Kommentare

    Vor nicht so langer Zeit, gehörte es zum Selbstverständnis der Werbebranche, Kampagnen so zu führen, dass sie auch der Fortbildung dienten. Heute stellt sich die Frage ob eine solche Verantwortung obligatorisch werden soll.

    Es gehört zum Selbstverständnis der Werbebranche, neben der kurzfristigen Umsatzförderung auch den Fortschritt langfristig zu fördern.

    Nur ist es mit dem Selbstverständnis nicht weit her. Die ureigenen, gerne auch egozentrischen Bedürfnisse der Agenturen wurden vernachlässigt, heute ist es karriereschädigend, das Agenturprodukt und nämlich der Kreativität für Kunden nachzukommen. Ein neurotisches Geschäftsmodell, das auch der Selbstverwirk-lichung der Kreativen nicht förderlich ist.


     

    Heumann Schwingen Wohl sein heisst gutes tun

    Karen Heumann und Hans-Christian Schwingen


     

    Telekom-Manager Hans-Christian Schwingen legte gestern mit 5 Rand-bemerkungen zu einer Generaldebatte den Finger in die Wunde, die im Mangel an Selbstverständnis seinen Ursprung hat und nicht wie gerne angenommen, an der Verfehlung digitaler Kompetenz.

    Ich stelle hier mal die Frage, die vor mir Edward Boches für die USA gestellt hat.
     

    Ist Deutschland mit obligatorischen sozialen Mediendiensten noch zu retten?

    Für Politik, Unternehmen und deren Agenturen, soll grundsätzlich verstanden und nicht notwendigerweise obligatorisch sein, ein deutliches Signal auszugeben: „Mitgefühl in Dienstleistungen einbringen‟, „Keine Kampagne wenn nicht für soziales Gut‟, „Um Ideen die tun für Besserung herum Kampagnen erstellen‟

    Forsa-Umfrage: Bundesbürger fordern mehr Social-Media-Kompetenz bei Ämtern und Behörden – hier nachzulesen.

    Wohl sein heisst gutes tun, war für Chris Salgardo, Präsident von Kiehls nie eine Frage, nun fehlt es Chris Salgardo noch seiner erfolgreichen Kosmetikmarke an Selbstverständnis, noch an Durchsetzungsvermögen (Bild unten).
     

    ChrisSalgardo Lawrence Ferber Wohl sein heisst gutes tun

    Chris Salgardo, Präsident von Kiehls
    Foto: Lawrence Ferber (Erlaubnis noch unbeantwortet)