Literatur

Die Bauernfänger Schlagzeilen einer Buchhandlung auf Facebook sind eigentlich Kernstücke klassischer Romane

18. März 2017 Kommentare ausgeschaltet

 

 

Für die dt. Sprache adaptiertes Litbait Muster

Endlich, eine edle Verwendung einer zweifelhaften Strategie.
(Für die dt. Sprache adaptiertes Litbait Muster)

 

 

 

 

Bauernfänger Schlagzeilen einer Buchhandlung
Bereits im September ließen die wilden Detektive, ein Buchladen in Dallas, Texas Ihre Buchkampagne los auf die Facebook Gemeinde.

 

 

Dieser italienische Politiker läßt Trump wie einen Heiligen aussehen

~ Der Prinz von Machiavelli

 

Vignette

 

Wenn es okay ist alleinerziehende Mütter mit Schlampenschande in Verruf zu bringen.

~ Der scharlachrote Buchstabe

 

Vignette

 

Provokante Zeilen werden als Clickbait geschaltet und werden sie angeklickt, dann geht es weiter zu einem Blog mit dem gesamten Inhalt des jeweiligen Buches.

“You fell for the bait, now fall for the book” schliesst das Video.“

In ständiger Beobachtung meines eigenen Verhaltens, bin ich nicht überzeugt, dass die Kampagne verkaufsfördernd ist. Ich gehe kaum noch ins Kino und begnüge mich mit Trailern die mir auf Apples iTunes Trailer geboten werden. Die Lektüre eines Buches dann geht über die anderthalb Stunden Zeitaufwand im Kino hinaus. Gut möglich das die Leute mit prekärer Aufmerksamkeitsspanne, sich hier einlesen und dann das Buch bestellen. Sicher ist, die Kampagne verhilft den wilden Detektiven zu mehr Aufmerksamkeit.Quelltext von AngelaNatividad auf englisch lesen

 

Bauernfänger Schlagzeilen einer Buchhandlung

 

Neues Buch

29. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet

 

 

Alles gestaltet sich neu

 

 

Selbst

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Thomas Meinecke
Suhrkamp

Illustration: Christoph Niemann

 

 

Selbst
„Es gab Tage, da sie Pierre kraftlos, passiv, unsicher und mit trägem Körper vorfand, Tage, an denen er nicht einmal genug Energie aufbrachte, um sich anzuziehen, geschweige denn aus dem Haus zu gehen. Dann fühlte sich Elena stark und aktiv. Im Halbschlaf überkam sie ein merkwürdiges Gefühl: schlafend erschien ihr Pierre so verletzlich. Sie wollte in ihn eindringen wie ein Mann, sie wollte ihn besitzen. Sie wollte ihn wie mit einem Dolchstoß aufspießen. So lag sie da, zwischen Schlafen und Wachen. Sie identifizierte sich mit seinem Geschlecht, stellte sich vor, sie wäre er geworden und nähme ihn wie er sie genommen hatte. Dann fiel sie wieder in die Kissen zurück, wurde wieder sie selbst: Meer, Sand und Feuchtigkeit.”

Auszug aus dem bei Suhrkamp erschienene Roman.

 

Der heterogene Leser lernt schnell, das Sex erst noch komplizierter werden wird und sehnt sich sogleich an die stillen Tage von Bauer sucht Frau zurück.

 

Ich habe mich dem Roman wohlwollend genähert, nachdem er bereits Wirkung zeigte und ein Freund, sich offensichtlich Thomas Meinecke sexuell überlegen befindend, zum Ausdruck brachte, er sei der geeignetere um solch Buch zu verfassen.

 

Tatsächlich hat Thomas sich mit ‘feministischer Verfasser’, als category of one, brillant neu positioniert. Er ist somit der erste und einzige feministische Autor und versteht das wie bisher famos unter das Feuilleton zu mischen. Mit einem Unterschied, Thomas Meinecke wird in die Mitte der Lesergesellschaft vordringen. Er wird über Campus und Feuilleton hinaus, im Licht der Öffentlichkeit stehen, wenn auch nur kurz.

 

Ich habe mich ohne an einzelnen Sätzen hängen zu bleiben, rasch eingelesen ohne bereits verifizieren zu können, warum es sich gut liest und eine angenehme Schwunghaftigkeit aufkommt. Ein Absatz war eine Auflistung, wenn auch nicht als Stichpunkte, aber vielleicht kommt das ja noch.

 

Zwar fliegen dem Leser Namen um die Ohren, deren Geschichten er nicht kennt und womöglich nicht kennen lernen wird, aber es fügt sich unbemerkt der zur Gewohnheit gewordenen allgemeinen Fragmentierung.

 

Das auch in einem Gemenge an weiteren weit hergeholten Namen, was sicherlich einer jungen nach Unbekanntem durstenden Leserschaft entgegen kommt und sich als interessant erweisen mag. Praktisch daran zeigt sich eine ähnliche Wirkung, wie beim Bildnis eines Autors, der sich nachdenklich vor einem vollbepackten Bücherregal ablichten lässt, oder der weisse Kittel eines Fernseharztes.

 

 

the gentlewoman autumn winter 2010

the gentlewoman autumn winter 2010
Foto Inez van Lamsweerde & Vinoodh Matadin

 

Danke für saubere Absätze, eliminiertes Ausrufezeichen. Die Struktur erschliesst sich dem Leser. Sie wird hungernd nach den wundervollen Zärtlichkeiten, die immer mal nach einem Schub an sicherlich anstrengenden Fragmenten vom mitgenommenen Leser, dankbar gerührt angenommen. Genial und anders nicht denkbar.

 

Als ich nach München zurückkam und die Freunde um Unterstützung zu bitten begann, erhielt ich eine Absage auch von meinem grossen Freund Meinecke, den ich um ein Email Interview gebeten hatte. „Das wäre gerade so als würden sich Liebende zum Gruss die Hand reichen‟ kam es zurück.

 

Ein Vorbote von geliebter, zärtlicher Poesie im neuen Roman.

 

Grosse Sexualität.Romanauszuglesen


 

Das Begehren zieht die Bahnen.

Eine WG in Frankfurt am Main: Eva (Mode-Redakteurin, Kunsthistorikerin, »Prinzessin«), Genoveva (autodidaktische Sexualwissenschaftlerin, Forschungsschwerpunkte: Autogynophilie und Selfie Culture) und Venus (androgynes Model, Kulturwissenschaftlerin, Forschungsschwerpunkt: die Kolonien deutscher Vormärz-Auswanderer in Texas, insbesondere die Geschichte der nach Bettina von Arnim benannten libertären Kommune am Llano River). Sie schießen Modestrecken in der Baustelle der EZB, werden Zeuge der polizeilichen Erstürmung des Instituts für Vergleichende Irrelevanz, gehen tanzen im »Robert Johnson« und suchen nach Zärtlichkeit jenseits einer von Freud, Foucault oder Butler als Gefängnis geschilderten Sexualität. Sie sind die Hauptfiguren in einem mal platonischen, mal erotischen Postgender-Liebesreigen, inszeniert von Thomas Meinecke, feministischer Autor, Anhänger weiblichen Schreibens und Schriftsteller-Darsteller im eigenen Roman.

 

 

Selbst

 

 

Deutscher Buchpreis

17. Oktober 2016 Kommentare ausgeschaltet

 

 

Quelltext von AndreasPlatthaus lesen

 

 

Deutscher Buchpreis
Inhalt

 

 

Deutscher Buchpreis

 

 

und der anonyme Niemand

4. September 2016 Kommentare ausgeschaltet

 

 

What is Soul

 

 

der anonyme Niemand / and the Anonymous Nobody by De La Soul

 

 

 

Schlüsselwort
Vielleicht könnte man zu seiner Entschuldigung anführen, daß das Leben in gewissen Jahren unglaublich schnell entflieht. Aber der Tag, wo man beginnen muß, seinen letzten Willen zu leben, ehe man dessen Rest hinterläßt, liegt weit voran und lässt sich nicht Verschieben. Das war ihm drohend klar geworden, seit fast ein halbes Jahr vergangen war, ohne daß sich etwas änderte. Während er sich in kleinen, närrischen Tätigkeit, die er übernommen hatte, hin und her bewegen ließ, sprach, gerne zuviel sprach, mit der verzweifelten Beharrlichkeit eines Fischers lebte, der seine Netze in einen leeren Fluß senkt, indes er nichts tat was der Person entsprach, die er immerhin bedeutete, und es mit Absicht nicht tat, wartete er.

Der Mann ohne Eigenschaften S. 256 – Robert Musil

 

 

 

 

Er wartet hinter seiner Person, sofern dieses Wort den von Welt und Lebenslauf geformten Teil eines Menschen bezeichnet, und seine ruhige, dahinter abgedämmte Verzweiflung stieg mit jedem Tag höher. Er befand sich in dem schlimmsten Notstand seins Lebens und verachtete sich für seine Unterlassungen.Sind große Prüfungen das Vorrecht größer Naturen? Er hätte gerne daran geglaubt, aber es ist nicht richtig, denn auch die simpelsten, nervösen Naturen haben ihre Krisen. So blieb ihm eigentlich nur in der großen Erschütterung jener Rest von Unerschütterlichkeit übrig, den alle Helden und Verbrecher besitzen, es ist nicht Mut, es ist nicht Wille, es ist keine Zuversicht, sondern einfach ein zähes Festhalten an sich, das sich so schwer austreiben läßt wie das Leben aus einer Katze, selbst wenn sie von Hunden schon ganz zerfleischt ist.

Der Mann ohne Eigenschaften S. 257 – Robert Musil

 

 

der anonyme Niemand

 

 

Musil

15. August 2016 Kommentare ausgeschaltet

 

 

Den gewagtesten Fragen unserer Zeit die Antworten nicht versagen ist einem Robert Musil auch 74 Jahre nach Fertigung seines Romans gelungen.
Es werden Einblicke des Jahres 1913 auf 1914 gegeben.
Sie sagen im Jahr 2016 nach Lektüre des ersten Buches: „Stimmt.”

 

 

Robert Musil - Mann ohne Eigenschaften

Ein Bild woraus bemerkenswerter Weise nichts hervorgeht

 

 

„Der Mann ohne Eigenschaften” ist in bedeutendstem Sinne ein aktuelles Buch.

Musil
Es wurde der Übermensch geliebt und es wurde der Untermensch geliebt; es wurde die Sonne angebetet; man begeisterte sich für das Heldenglaubensbekenntnis; man war gläubig und skeptisch, naturalistisch und preziös, robust und morbid; man träumte von alten Schloßalleen, herbstlichen Gärten, gläsernen Weihern, Edelsteinen, Haschisch, Krankheit, Dämonien, aber auch von Prärien, gewaltigen Horizonten, von Schmiede- und Walzwerken, nackten Kämpfern, Aufständen der Arbeitssklaven, menschlichen Urpaaren und Zertrümmerung der Gesellschaft. Dies waren freilich Widersprüche und höchst verschiedene Schlachtrufe, aber sie hatten einen gemeinsamen Atem; würde man jene Zeit zerlegt haben, wo würde ein Unsinn herausgekommen sein wie ein eckiger Kreis, der aus hölzernen Eisen bestehen will, aber in Wirklichkeit war alles zu einem schimmernden Sinn verschmolzen. Diese Illusion, die ihre Verkörperung in dem magischen Datum der Jahrhundertwende fand, war so stark, daß sich die einen begeistert auf das neue, noch unbenutzt Jahrhundert stürzten, indes die anderen sich noch schnell im alten wie in einem Hause gehen ließen, aus dem man ohnehin auszieht, hohes daß sie diese beiden Verhaltensweisen als sehr unterschiedlich gefühlt hätten.

 

 

Der Mann ohne Eigenschaften - Erstes Buch - Robert Musil ©Rowohlt Verlag

Ein beflügelndes Fieber

 

 

Wenn man nicht will, braucht man also diese vergangene „Bewegung” nicht zu überschätzen. Sie vollzog sich ohnehin nur in jener dünnen, unbeständigen Menschenschicht der Intellektuellen, die von den heute Gott sei Dank wieder obenaufgekommenen Menschen mit unzerreißbarer Weltanschauung, trotzt aller Unterschiede dieser Weltanschauung, einmütig verachtet wird, und wirkte nicht in die Menge.Von Hugendubelbeziehen

 

Musil

 

Internet Archive

INTERNET ARCHIV

 

 

Fingerzeig auf das nächste Sozialmedium, das wir wollen und brauchen

23. Januar 2016 Kommentare ausgeschaltet

 

 


Alles wird neugestaltet, auch die Sozialmedien, die Demokratie und der Kapitalismus

 

 

David Chaum erklärt PrivaTegrity. Foto: Nathanael Turner.

David Chaum erklärt PrivaTegrität. Foto: Nathanael Turner.

 

Merkle-Adleman Algorythmus

Merkle-Adleman Algorithmus

 

 

Sozialmedium
In Eile die Netze zu bauen, wurde um Konzepte herum, von auf Papier basierenden Medien, strukturiert. Jetzt verspüren viele Bedarf, für die nächste Stufe an Sicherheit und Privatsphäre, eine Ebene, der mit diesen Strukturen nicht beizukommen ist. Was auf dem Spiel steht, ist nicht nur die Zukunft der Sozialmedien, aber die der Demokratie selbst.

Ob Technologie eine Infrastruktur schaffen kann für die nächste Stufe an Informationssicherheit? Das beschäftigt David Chaum, der ein System plante, das eine Lösung verspricht. Er nennt es PrivaTegrity.
Volltext auf englisch lesen
Die Hinzunahme von immer neuen Begrifflichkeiten, um in Vergessenheit geratene, in unserer Kultur verankerte Verhaltensweisen neu zu beleben, irritiert mehr als das sie hilft. Als brauche alles im digitalen einen neuen, sich von vertrauten analogen Begriffen unterscheidenden Kunstbegriff!

Gelegenheit das Renommee German Engineering im 21. Jahrhundert sicherzustellen

Kryptologie Autor David Chaim’s Medium Artikel übersteigt meine intellektuellen Fähigkeiten. Die Dringlichkeit aber Sicherheit und Privatsphäre in den Netzen zu sichern, ist wenn auch weitläufig bekannt und erforderlich, eine Gelegenheit für Europa und Deutschland insbesondere, German Engineering für das 21. Jahrhundert unter Beweis zu stellen. Eine Kollaboration der grossen IT Spieler kann mittels Hackathon Veranstaltungen rasch an Momentum und öffentlichen Interesse gewinnen.

 

 

Was wenn Universitäten, Institute und Privatwirtschaft kollaborieren?

Deutschland’s famose Institute und Universitäten, wie die Münchner TUM, der Max Planck Gesellschaft, dem Humboldt Institut, dem Fraunhofer Institut… mögen sich im Wettbewerb ereifern und die Nutz-, Anwend- u. Durchführbarkeit von Chaim’s Fortschritte in der Kryptologie prüfen und eine Suchmaschine nach Europäischer Auffassung und internationalem Webstandard auf den Markt bringen. Auch die Privatwirtschaft ist, wenn auch sehr versteckt dabei, ihr fiskales Glück mit Suchmaschinen zu versuchen.

 

 

Nicht kryptisch sondern elegant und effizient entgegenkommend

Ich will noch immer nicht so recht begreifen, dass es eine Kundennummer geben muss, wenn mein Name meine Identität ausreichend validiert. Wenn beim Anmelden meine E-Mail Adresse nicht genügt und etwa eine Kundennummer verlangt wird, dann irritiert das und indiziert ein Unternehmen das sich nicht ausreichend it Nutzbarkeit und Nutzerverhalten auseinander gesetzt hat.

Anhand des Beispiels der Schweizer Bankkonten erahne ich, welchen Zweck Kundennummern und weitere unbeliebte als kryptisch erscheinende Identifikationsmassnahmen haben mochten.

 

 

 

Sozialmedium

David Chaim’s assoziatives System soll im Hintergrund, im Backend, für den Nutzer unsichtbar geschehen, der Nutzer verifiziert sich weiterhin mit seiner E-Mail Adresse und eine zusätzliche Abfrage muss als nicht legitim verstanden und als illegal strafrechtlich verfolgt werden.

Amerikaner wären die Ersten, die bei einem europäischen, datensicheren Sozialmedium einsteigen würden.

 

 

Werden Ihre Kinder jemals ein Auto besitzen?

16. Januar 2016 Kommentare ausgeschaltet

 

 

Source Brett King article on Medium

Bildquelle.

 

 

„Werden Ihre Kinder jemals ein Auto besitzen?”

— „Keine Ahnung, besitzen Sie ein Pferd?”

 

 

Bildunterschrift aus einem Medium Artikel von Brett King.

Für das Wochenende anempfohlene 13 Minuten Lektüre.

 

 

Auch freie Kunst ist angewandte Kunst

28. Oktober 2015 Kommentare ausgeschaltet

 

 

Treasure Island (Die Schatzisel) von Robert Louis Stevenson, Charles Scribner's Sons, 1911

Treasure Island (Die Schatzisel) von Robert Louis Stevenson, Charles Scribner’s Sons, 1911

 

 

Während die Ereignisse der letzten beiden Jahrzehnte von beständig auftauchenden neuen Technologien geprägt wurden, blieben altgewohnte Kulturträger und das ihnen entgegengebrachte Vertrauen zurück.

Die freie Künste werden von Konzeptkunst beherrscht, die den Marketingkonzepten der Unternehmen entsprechen; Musiker betreiben ihr Geschäft wie ein Hobby und wundern sich über schwindend geringe Einnahmen. Den Schriftstellern gelingt es womöglich einen Verlag zu finden und während der wenigen Wochen um die Buchmesse oder sonstige Markteinführung herum ins Gespräch zu kommen, dann verschwinden ihre Bücher in die Antiquariate und der verbleibende Handel findet über e-Bay, Momox oder ZVAB statt. Theater und Opernhäuser werden seit jeher staatlich subventioniert und verlieren somit an Kraft und Ausdruck. Balletschulen gewinnen kurzfristig an Zulauf, wenn Fünfzigjährige sich ihrer Beschaffenheit als junge Mädchen erinnern.

 

 

Alle wollen anders

Seit Beginn der grossen Transformation, die in meiner Erfahrung mit der Desktop Revolution Einzug in mein Leben hielt und mit dem Kauf eines NeXT Rechners mir den Fluchtweg in die aufkommenden Technologien über Hypertext gewährte, war die sogenannte Schere längst aufgegangen, der Verrat am Generationsversprechen perfekt und der Weg frei für Freibeuter, Wirrköpfe und ohnehin Verlorene. Julian Schnabel dominierte die New Yorker Kunstszene, sein Sohn ist heute mit der dt. Heidi Klum verheiratet. Die ersten Neo-Liberalen machten von sich reden und werden beneidet. Neben den Geldinstituten, die unter den ersten waren, die virtuelle Natur geschäftsbedingter Transaktionen und damit das Internet zu begreifen, erstaunt heute das deutsche Fernsehen als weitreichendster Katalysator und Aufklärer im frühen 21. Jahrhundert. So langsam wollen alle anders und Burnout wird zur Volkskrankheit.

 

 

Es geht voran

Woher dann die Unzufriedenheit, der Burnout, die Depression?

Wir können nicht Schritt halten. Das den deutschen zugestandene Renommee der Denker und Dichter ist hierzulande abhanden gekommen, während es wenn auch als Mythos in der Welt hoch geschätzt wird, bleibt es tatsächlich den angloamerikanischen Techies überlassen, sie meistern auch Gestaltung und damit einhergehende Philosophie.

  • Philosophische Praktiken werden von Technologen, Marketingstrategen und Start-Ups anderenorts definiert, nicht aber von Philosophen und Poeten.1
  • German Engineering wird mit dem Industriezeitalter zurück gelassen oder einer neuen Bestimmung zugeführt. Trüffel, Champagner und Parfüm ist auch nicht länger den Franzosen vorbehalten.
  • Mit Industrie 4.0 soll ein veraltetes Betriebssystem am laufen gehalten werden. 2
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    First Edition of Treasure Island

     

     

    Die Schatzinsel

    Ein befreundeter Marketingberater klärte mich darüber auf, dass es durchaus Neues gäbe, unsereins daran aber keinen Anteil haben werden.

    Wer seinen Glauben an die Literatur auffrischen oder einfach wieder glauben will, der lese die Schatzinsel des Schotten Robert Louis Stevenson. Lesen macht schön, schlank und sexy3.

    Ein wahre Schatzinsel bietet auch die Eigenständigkeit, das eigene Geschäftsmodell, vor allem wenn mit den frei zur Verfügung stehenden Mitteln der neuen Technologien ein eigenes Publikum geschaffen und kontinuierlich versorgt wird. So schaffen Sie kontinuierlich neue Bedeutung für ihre Marke und können es mit übermächtigem Wettbewerb aufnehmen. Eine Frage der Konzentration und des Glaubens inmitten unserer zweckbestimmten Zeit.

     

     

Kaum eine Chance, dass die beiden sich begegnen

12. Oktober 2015 Kommentare ausgeschaltet

 

 

Almost no chance the two will meet Quelle: Publicis La Maison, France

Citroën DS-3 Limitierte Edition 1955 – Publicis La Maison, Frankreich Quelle

 

 

 

 

Produkt
Anspruch
Agentur
Kreativ Vorsitz
vollziehende Kreativdirektoren
Produktion Prodigious

Regisseur
Musik

Citroën DS3: Soulmate
Kaum eine Chance, dass die beiden sich begegnen
Publicis La Maison, Frankreich
Anne de Maupeou
Fabien Teichner, Dimitri Guerassimov
Souen Le Van

Cleo Ferencz
Rob Chiu
Jérôme Echenoz (Tactell)

 

 

 

 

Sogleich kommt eine Druckanzeige für Paco Rabanne von Ogilvy & Mather aus den 70ern in den Sinn:

„Hello?“
„You snore.“
„And you steal all the covers. What time did you leave?“
„Six-thirty. You looked like a toppled Greek statue lying there. Only some tourist had swiped your fig leaf. I was tempted to wake you up.“
„I miss you already.“
„You’re going to miss something else. Have you looked in the bathroom yet?“
„Why?“
„I took your bottle of Paco Rabanne cologne.“
„What on earth are you going to do with it…give it to a secret lover you’ve got stashed away in San Francisco?“
„I’m going to take some and rub it on my body when I go to bed tonight. And then I’m going to remember every little thing about you…and last night.“
„Do you know what your voice is doing to me?
„You aren’t the only one with imagination. I’ve got to go; they’re calling my flight. I’ll be back Tuesday. Can I bring you anything?“
„My Paco Rabanne. And a fig leaf.“

1Pollux, 2008

 

 

Paco Rabanne ad by Ogilvy & Mather

Paco Rabanne Anzeige von Ogilvy & Mather ca. 197’g

 

 

Ein breiteres Publikum wird sich der Krieg der Sterne Tonpoesien vergegenwärtigen, die an anderer Stelle auf diesem Blog gesammelt wurden. Kodieren ist Poesie ist der Anspruch von WordPress, das als Betriebssystem des Internet gehandelt wird und sich weltweit der größten Anhängerschaft erfreut.

Gegenwärtig finden Sie Poesie nicht nur in Kodierungen, aber auch immer wieder auf Twitter und jedenfalls auf einem Tumblr mit Namen „Dieses ist nicht Glück™”.

Ernstzunehmende Poesie ist heute in der kommerziellen und angewandten Kunst verbreiteter, als in der freien Kunst. Die Chancen sind gering, dass beider Wege sich kreuzen werden.

Einblicke in die Geschichte der Citroën DS Druckanzeigen.

 

 

Bin dabei

24. September 2015 Kommentare ausgeschaltet

 

 

By George Stock [4] (Web page: www.cia.gov; Image: [3]) [Public domain], via Wikimedia Commons

Foto von George Stock [4] (Webseite: www.cia.gov; Bild: [3]) [Public domain], via Wikimedia Commons

 

 

Ich will glauben

Die meisten Deutschen (56%) glauben da draussen ist was. Die Freundin glaubt das. Ich dann auch. Mich erstaunt vieles.

Der Mensch wollte schon immer schöner, klüger und älter werden. Der Tod war allerdings bis vor kurzem größer als das Leben, ein religiöses oder metaphysisches Problem. Man musste ihm einen Sinn geben, sich vorbereiten – aber es gab keine Möglichkeit, ihn zu verhindern. Doch die Wissenschaft sagt inzwischen: Menschen sterben nicht, weil Gott es möchte oder ihre Zeit gekommen ist, sondern weil es ein technisches Problem gibt. Und in der Theorie gibt es dafür eine technische Lösung. Die kennen wir natürlich nicht immer, aber in der Theorie ist es lösbar.

Wir werden gewaltige Ungleichheiten erleben.

 

 

 

 

Sapiens : Une brève histoire de l'humanité

Sapiens : Une brève histoire de l’humanité de Yuval Noah Harari