Ein Leben

Ken Robinson sagt: Schule erstickt die Kreativität.

29. April 2012 Keine Kommentare

tumblr m35ckuxyu81qz6f9yo1 500 Ken Robinson sagt: Schule erstickt die Kreativität.

Right | Wrong via This isn't happiness™ Peteski



 



LINKS: Übersetzung von Jens Holze.

Ich mag die Vorstellung, dass noch zu meinen Lebzeiten Institutionen und Ämter, welche keine überzeug-enden Leistungen für uns erbringen, nicht länger geduldet werden.

Effizientere System werden gleich dem Internet aufkommen und mit ihm organisch heranwachsen.


Sticker

Ken Robinson Website.


 

 

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Wir, die Netz-Kinder

27. April 2012 Keine Kommentare

tumblr m1m1ozmhW81qa5rnho1 500 Wir, die Netz Kinder

Via gusto1.com

 

Warum Netz-Kinder, ich bin 56 Jahre alt?
Und begeistert, dass die dt. Presse, in diesem Fall, Die Zeit sich dem globalen Diskurs annimmt.
Das Thema ist Transformation.

ZeitOnline Wir, die Netz Kinder

 

 

Wir, die Netz-Kinder

by Piotr Czerski

(Übersetzung: Patrick Beuth, Andre Rudolph)

 

Die junge Generation stört sich an traditionellen Geschäftsmodellen und Obrigkeitsdenken. “Das Wichtigste ist Freiheit”, schreibt der polnische Dichter Piotr Czerski.

Es gibt wohl keinen anderen Begriff, der im medialen Diskurs ähnlich überstrapaziert worden ist wie der Begriff “Generation”. Ich habe einmal versucht, die “Generationen” zu zählen, die in den vergangenen zehn Jahren ausgerufen worden sind, seit diesem berühmten Artikel über die sogenannte “Generation Nichts”. Ich glaube, es waren stolze zwölf. Eines hatten sie alle gemeinsam: Sie existierten nur auf dem Papier. In der Realität gab es diesen einzigartigen, greifbaren, unvergesslichen Impuls nicht, diese gemeinsame Erfahrung, durch die wir uns bleibend von allen vorangegangenen Generationen unterscheiden würden. Wir haben danach Ausschau gehalten, doch stattdessen kam der grundlegende Wandel unbemerkt, zusammen mit den Kabeln, mit denen das Kabelfernsehen das Land umspannte, der Verdrängung des Festnetzes durch das Mobiltelefon und vor allem mit dem allgemeinen Zugang zum Internet. Erst heute verstehen wir wirklich, wie viel sich in den vergangenen 15 Jahren verändert hat.

Wir, die Netz-Kinder, die mit dem Internet und im Internet aufgewachsen sind, wir sind eine Generation, welche die Kriterien für diesen Begriff gleichsam in einer Art Umkehrung erfüllt. Es gab in unserem Leben keinen Auslöser dafür, eher eine Metamorphose des Lebens selbst. Es ist kein gemeinsamer, begrenzter kultureller Kontext, der uns eint, sondern das Gefühl, diesen Kontext und seinen Rahmen frei definieren zu können.

Indem ich das so schreibe, ist mir bewusst, dass ich das Wort “wir” missbrauche. Denn unser “wir” ist veränderlich, unscharf – früher hätte man gesagt: vorläufig. Wenn ich “wir” sage, meine ich “viele von uns” oder “einige von uns”. Wenn ich sage “wir sind”, meine ich “es kommt vor, dass wir sind”. Ich sage nur deshalb “wir”, damit ich überhaupt über uns schreiben kann.

Erstens: Wir sind mit dem Internet und im Internet aufgewachsen. Darum sind wir anders. Das ist der entscheidende, aus unserer Sicht allerdings überraschende Unterschied: Wir “surfen” nicht im Internet und das Internet ist für uns kein “Ort” und kein “virtueller Raum”. Für uns ist das Internet keine externe Erweiterung unserer Wirklichkeit, sondern ein Teil von ihr: eine unsichtbare, aber jederzeit präsente Schicht, die mit der körperlichen Umgebung verflochten ist.

Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit. Wenn wir euch, den Analogen, unseren “Bildungsroman” erzählen müssten, dann würden wir sagen, dass an allen wesentlichen Erfahrungen, die wir gemacht haben, das Internet als organisches Element beteiligt war. Wir haben online Freunde und Feinde gefunden, wir haben online unsere Spickzettel für Prüfungen vorbereitet, wir haben Partys und Lerntreffen online geplant, wir haben uns online verliebt und getrennt.

Das Internet ist für uns keine Technologie, deren Beherrschung wir erlernen mussten und die wir irgendwie verinnerlicht haben. Das Netz ist ein fortlaufender Prozess, der sich vor unseren Augen beständig verändert, mit uns und durch uns. Technologien entstehen und verschwinden in unserem Umfeld, Websites werden gebaut, sie erblühen und vergehen, aber das Netz bleibt bestehen, denn wir sind das Netz – wir, die wir darüber in einer Art kommunizieren, die uns ganz natürlich erscheint, intensiver und effizienter als je zuvor in der Geschichte der Menschheit.

Wir sind im Internet aufgewachsen, deshalb denken wir anders. Die Fähigkeit, Informationen zu finden, ist für uns so selbstverständlich wie für euch die Fähigkeit, einen Bahnhof oder ein Postamt in einer unbekannten Stadt zu finden. Wenn wir etwas wissen wollen – die ersten Symptome von Windpocken, die Gründe für den Untergang der Estonia oder warum unsere Wasserrechnung so verdächtig hoch erscheint – ergreifen wir Maßnahmen mit der Sicherheit eines Autofahrers, der über ein Navigationsgerät verfügt.

Wir wissen, dass wir die benötigten Informationen an vielen Stellen finden werden, wir wissen, wie wir an diese Stellen gelangen und wir können ihre Glaubwürdigkeit beurteilen. Wir haben gelernt zu akzeptieren, dass wir statt einer Antwort viele verschiedene Antworten finden, und aus diesen abstrahieren wir die wahrscheinlichste Version und ignorieren die unglaubwürdigen. Wir selektieren, wir filtern, wir erinnern – und wir sind bereit, Gelerntes auszutauschen gegen etwas Neues, Besseres, wenn wir darauf stoßen.

Für uns ist das Netz eine Art externe Festplatte. Wir müssen uns keine unnötigen Details merken: Daten, Summen, Formeln, Paragrafen, Straßennamen, genaue Definitionen. Uns reicht eine Zusammenfassung, der Kern, den wir brauchen, um die Information zu verarbeiten und mit anderen Informationen zu verknüpfen. Sollten wir Details benötigen, schlagen wir sie innerhalb von Sekunden nach.

Wir müssen auch keine Experten in allem sein, denn wir wissen, wie wir Menschen finden, die sich auf das spezialisiert haben, was wir nicht wissen, und denen wir vertrauen können. Menschen, die ihre Expertise nicht für Geld mit uns teilen, sondern wegen unserer gemeinsamen Überzeugung, dass Informationen ständig in Bewegung sind und frei sein wollen, dass wir alle vom Informationsaustausch profitieren. Und zwar jeden Tag: im Studium, bei der Arbeit, beim Lösen alltäglicher Probleme und wenn wir unseren Interessen nachgehen. Wir wissen, wie Wettbewerb funktioniert und wir mögen ihn. Aber unser Wettbewerb, unser Wunsch, anders zu sein, basiert auf Wissen, auf der Fähigkeit, Informationen zu interpretieren und zu verarbeiten – nicht darauf, sie zu monopolisieren.

Zweitens: Die Teilnahme am kulturellen Leben ist für uns keine Beschäftigung für den Feiertag. Die globale Kultur ist der Sockel unserer Identität, wichtiger für unser Selbstverständnis als Traditionen, die Geschichten unserer Ahnen, sozialer Status, die Herkunft oder sogar unsere Sprache. Aus dem Ozean der kulturellen Ereignisse fischen wir jene, die am besten zu uns passen, wir treten mit ihnen in Kontakt, wir bewerten sie und wir speichern unsere Bewertungen auf Websites, die genau zu diesem Zweck eingerichtet wurden und die uns außerdem andere Musikalben, Filme oder Spiele vorschlagen, die uns gefallen könnten.

Einige dieser Filme, Serien oder Videos schauen wir uns gemeinsam mit Kollegen an, oder aber mit Freunden aus aller Welt, unser Urteil über andere wird oft nur von einer kleinen Gruppe von Menschen geteilt, denen wir vielleicht niemals persönlich gegenüberstehen werden. Das ist der Grund für unser Gefühl, dass Kultur gleichzeitig global und individuell wird. Das ist der Grund, warum wir freien Zugang dazu brauchen.

Es bedeutet nicht, dass wir Zugang zu allen kulturellen Gütern verlangen, ohne dafür zahlen zu müssen – obwohl wir das, was wir selbst schaffen, meistens einfach nur in Umlauf bringen. Wir verstehen, dass Kreativität – trotz der zunehmenden Verbreitung von Technologien, mit denen jeder Mensch Film- oder Musikdateien in einer Qualität erstellen kann, die früher Profis vorbehalten war – immer noch Anstrengungen und Investitionen erfordert. Wir sind bereit zu zahlen, aber die gigantischen Aufschläge der Zwischenhändler erscheinen uns ganz einfach als unangemessen. Warum sollten wir für die Verbreitung von Informationen zahlen, die schnell und perfekt kopiert werden können, ohne den Wert des Originals auch nur um ein Jota zu verringern? Wenn wir nur die reine Information bekommen, verlangen wir einen angemessenen Preis. Wir sind bereit, mehr zu zahlen, aber dann erwarten wir auch mehr: eine interessante Verpackung, ein Gadget, höhere Qualität, die Option, es hier und jetzt anzuschauen, ohne warten zu müssen, bis die Datei heruntergeladen ist. Wir können durchaus Dankbarkeit zeigen und wir wollen den Künstler belohnen (seit Geld nicht mehr aus Papier besteht, sondern aus einer Reihe von Zahlen auf einem Bildschirm, ist das Bezahlen zu einem eher symbolischen Akt geworden, von dem eigentlich beide Seiten profitieren sollen), aber die Verkaufsziele irgendwelcher Konzerne interessieren uns kein bisschen. Es ist nicht unsere Schuld, dass ihr Geschäft in seiner traditionellen Form nicht mehr sinnvoll ist und dass sie, anstatt die Herausforderung zu akzeptieren und zu versuchen, uns mit etwas zu erreichen, das uns mehr bietet als wir umsonst haben können, entschieden haben, ihre veralteten Lösungen zu verteidigen.

Noch etwas: Wir wollen nicht für unsere Erinnerungen bezahlen. Die Filme, die uns an unsere Kindheit erinnern, die Musik, die uns vor zehn Jahren begleitet hat: In einem externen Netzgedächtnis sind sie einfach nur Erinnerungen. Sie hervorzurufen, sie auszutauschen, sie weiterzuentwickeln, das ist für uns so normal wie für euch die Erinnerung an Casablanca. Wir finden im Netz die Filme, die wir als Kinder gesehen haben und wir zeigen sie unseren Kindern, genauso wie ihr uns die Geschichte von Rotkäppchen oder Goldlöckchen erzählt habt. Könnt ihr euch vorstellen, dass euch jemand deswegen anklagt, gegen ein Gesetz verstoßen zu haben? Wir auch nicht.

Drittens: Wir sind es gewohnt, dass unsere Rechnungen automatisch bezahlt werden, solange unser Kontostand es erlaubt. Wir wissen, dass wir nur ein Onlineformular ausfüllen und einen Vertrag unterschreiben müssen, den uns ein Kurier liefert, wenn wir ein Konto eröffnen oder den Mobilfunkanbieter wechseln wollen. Dass sogar ein Kurztrip auf die andere Seite von Europa inklusive Stadtrundfahrt innerhalb von zwei Stunden organisiert werden kann. Deshalb sind wir, als Nutzer des Staates, zunehmend verärgert über seine archaische Benutzeroberfläche. Wir verstehen nicht, warum wir für die Steuererklärung mehrere Formulare ausfüllen müssen, von denen das zentrale mehr als einhundert Fragen beinhaltet. Wir verstehen nicht, warum wir einen festen Wohnsitz (absurd genug, so etwas überhaupt haben zu müssen) erst förmlich abmelden müssen, bevor wir uns an einem anderen anmelden können – als könnten die Behörden diese Sache nicht auch ohne unser Eingreifen regeln.

In uns steckt nichts mehr von jener aus Scheu geborenen Überzeugung unserer Eltern, dass Amtsdinge von überaus großer Bedeutung und die mit dem Staat zu regelnden Angelegenheiten heilig sind. Diesen Respekt, verwurzelt in der Distanz zwischen dem einsamen Bürger und den majestätischen Höhen, in denen die herrschende Klasse residiert, kaum sichtbar da oben in den Wolken, den haben wir nicht. Unser Verständnis von sozialen Strukturen ist anders als eures: Die Gesellschaft ist ein Netzwerk, keine Hierarchie. Wir sind es gewohnt, das Gespräch mit fast jedem suchen zu dürfen, sei er Journalist, Bürgermeister, Universitätsprofessor oder Popstar, und wir brauchen keine besonderen Qualifikationen, die mit unserem sozialen Status zusammenhängen. Der Erfolg der Interaktion hängt einzig davon ab, ob der Inhalt unserer Botschaft als wichtig und einer Antwort würdig angesehen wird. Und da wir, dank Zusammenarbeit, ständigem Streit und dem Verteidigen unserer Argumente gegen Kritik das Gefühl haben, dass unsere Meinungen einfach die besseren sind, warum sollten wir dann keinen ernsthaften Dialog mit der Regierung erwarten dürfen?

Wir fühlen keinen religiösen Respekt für die “demokratischen Institutionen” in ihrer derzeitigen Form, wir glauben nicht an ihre unumstößliche Rolle, wie es diejenigen tun, die alle “demokratischen Institutionen” als Denkmäler betrachten, die sie selbst bauen und die zugleich für sie selbst gebaut werden. Wir brauchen keine Denkmäler. Wir brauchen ein System, das unsere Erwartungen erfüllt, ein transparentes und funktionierendes System. Und wir haben gelernt, dass Veränderung möglich ist: dass jedes in der Handhabung umständliche System ersetzt werden kann und ersetzt wird durch eines, das effizienter ist, das besser an unsere Bedürfnissen angepasst ist und uns mehr Handlungsmöglichkeiten gibt.

Was uns am wichtigsten ist, ist Freiheit. Redefreiheit, freier Zugang zu Information und zu Kultur. Wir glauben, das Internet ist dank dieser Freiheit zu dem geworden, was es ist, und wir glauben, dass es unsere Pflicht ist, diese Freiheit zu verteidigen. Das schulden wir den kommenden Generationen, so wie wir es ihnen schulden, die Umwelt zu schützen.

Vielleicht haben wir noch keinen Namen dafür, vielleicht sind wir uns dessen noch nicht vollständig bewusst, aber wahrscheinlich ist das, was wir wollen, eine wahre und tatsächliche Demokratie. Eine Demokratie, wie sie sich vielleicht nicht einmal eure Journalisten erträumt haben.

CC BY-SA 3.0

#Free­do­mIs­Blog­ging

 

 

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zusammenrücken

18. April 2012 Keine Kommentare

city solutions infinity pool 790 1 zusammenrücken

via National Geographic

 

 

SiebenBillionen zusammenrücken

Spezial Bericht und iPad Anwendung gibt es auf National Geographic.

Jetzt da wir schon bald sieben Billionen Menschen auf der Erde sind, ist verteilen der angebrachtere Rat, als zusammenrücken.

 

 

Kategorien:Ein Leben

Gerner Brücke

18. März 2012 Keine Kommentare

Gerner Brücke Gerner Brücke

Foto via tynans-spaceland. Alle Rechte vorbehalten.


Ich war froh den so verlässlichen Freund zu sehen, ein fantastischer Fotograf und Musiker mit einem pragmatisch, praktischen Ansatz und weit besserer Allgemeinbildung als ich sie für mich beanspruchen könnte.

„Wir wissen ja wie es geht, es sind die Meinungsmacher‟.

Liess es mich der an wertvollen Einblicken reiche Freund wissen.

Doch noch tags darauf war ich verärgert darüber und beschäftigt die Ursache für meinem Unwillen zu ergründen.



Gottfried Eisert 1 Gerner Brücke


Gottfried Eisert 2 Gerner Brücke

Fotos via tynans-spaceland. Alle Rechte vorbehalten.


 

Warum Meinungsmacher für den Hersteller irrelevant sind und es auch bleiben.

Welchen Sinn hätte die, sich auf alle Bereiche ausweitende, Demokratisierung, wenn wir die Verantwortung in Folge wieder nur einer kleinen Gruppe an Meinungsmachern überantworten wollten?

Keine.

Der Hersteller will sein Produkt unters Volk bringen mit dem Ziel bei solchem Tauschhandel ein Auskommen oder ein Beibrot zu verdienen.

„Eine Melodie bleibt im Ohr wenn sie gut ist‟ lautete bezeichnend, ein Songtext der Gruppe Wirtschaftswunder, der mir 20 Jahre später in Erinnerung geblieben ist.

 

Produkt, Produkt, Produkt.

Ist das Produkt gut und steht der Hersteller mit gesundem Glauben hinter seinen Entscheidungen, dann ist irrelevant was der eine oder andere Meinungsmacher darüber denkt.

Es soll auffindbar sein für alle Welt, insbesondere für das lokale Umfeld.

Wurde es erstmal entdeckt von einem kleinen Kreis an Gläubigen zu deren fester Überzeugung, dann übernimmt dieser Kreis an Entdeckern naturgemäß die Rolle der Meinungsmacher.


Lenon Ono Gerner Brücke

Foto via 40 Jahre Playboy. Alle Rechte vorbehalten.


Das Verhältnis von Hersteller, Meinungsmacher, Publikum und seiner Verwaltung wird gut greifbar in einem letzten, dem umfangreichsten Interview mit Yoko Ono und John Lennon in der 40-Jahre Jubiläumsausgabe des dt. Playboy (hier zu lesen).

John Lennon wollte bei allem Respekt für das Handwerk, kein Handwerker sein.

Dem Publikumswillen ausgeliefert, alle halbe Jahr ein Album auf den Markt bringen und in Vegas mit alten Stücken auftreten, entsprach nicht länger dem, was er mit seinem Leben vorhatte.

Yoko Ono übernahm mit grosser Ausdauer und Geschick die Geschäfte, nahm die Lernkurve auf sich, das Lingo der Advokaten zu erlernen, so dass auch John die Sprache der Advokaten verstehen lernte und liess die Advokaten ziehen.

Um wieder Freude am Leben empfinden zu können, wurden die Spezialisten und Professionellen entmündigt und die Verantwortung für das eigene Leben wieder aufgenommen.

 

Verantwortung ist grosse Scheisse

So ist es auch heute mit dem Volksempfinden, dem Zeitgeist.

Die Leute lernen gerade die Verantwortung selbst übernehmen zu wollen.

In den Netzen lernen wir, dass es mehr kluge, sich einbringende, risikobereite Leute gibt, als wir bislang für möglich gehalten haben.

Wie kommt es, dass Nike vor Jahren schon seinen „Just do it‟ Anspruch geltend gemacht hat, gefolgt von Toyota’s „Nothing is impossible‟?

Wie verhielt sich die Menschheit, als sie erfuhr, nicht die Sonne dreht sich um die Welt, die Erde dreht sich um die Sonne?

Das kollosale Brimborium das wir seit 20 Jahren durchmachen, ist eine grundlegende Neupositionierung von allem das uns lieb und teuer ist. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft werden sich unweigerlich dem Wandel anpassen, ob wir nun wollen oder nicht.

In Abraham Lincoln’s Worten von 1862 bedurfte es einer Entgeisterung im Volke um das Land zu retten.

Die Begeisterung für altgewohntes hat sich aufzuhören.

Ich kann mich nur für das begeistern was aus mir wird.

 

Wenn Sie nun noch in Erfahrung bringen wollen, warum Verantwortung grosse Scheisse ist, dann empfehle ich die Folge, Shake Your Groove Thing der fantastischen US TV Serie Gray’s Anatomy.

 

 

Die neue Normalität

12. März 2012 Keine Kommentare

Peter Hinsen 596 Die neue Normalität

Peter Hinssen Foto via business.mobistar.be

 

Die neue Normalität von Peter Hinssen

Die Idee hinter der neuen Normalität ist einfach: Wir sind halbwegs dort. Mit neuer Normalität ist alles gemeint was wir digital nennen. Und in der digitalen Revolution sind wir gerade erst, halbwegs angekommen. Das heisst wir haben so viel Wegstrecke vor uns wie der Weg den wir hinter uns haben.

 

 

via peterhinssen.com

 

 

Gut und Böse

12. September 2011 Keine Kommentare

Schwerpunkt der aktuellen brand eins Ausgabe ist Gut und Böse. Das hellblaue Heftchen habe ich bei Edeka an der Kasse mitgenommen.

Meiner Tochter schrieb ich vor einigen Minuten: „Laß Dich von den Dramen Deiner Theaterbranche bestens unterhalten, nicht aber davon abhalten, Dein eigenes Geschäft voranzubringen.‟ Die Zeiten sind wie geschaffen dafür.

Gut und Böse sind willkommenes Thema für einen zeitsparenden Eintrag. Keine grosse Sache. Keine hilflose Grauzone jenseits von Gut und Böse.

 

Gut ist was hilfreich ist. Blöd und böse alles andere.

Falls eine Frage offen bleibt, die zu beantworten die Beschäftigung lohnt, dann diese:

„Wie schlecht muss ich sein um gutes tun zu können?‟

 

Ein sicherlich folgenschwerer Entschluss, sollte die Frage jemals für relevant empfunden werden. Zur Erleichterung ein Lied von the Kooks:


 
See The Sun von The Kooks

 

Gut und Böse Gut und Böse

 

 

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Mitte

3. September 2010 Keine Kommentare


Wir wollen die Tage den Spätsommer geniessen, noch einmal mit dem Elektroboot eine Runde drehen in der Starnberger Bucht. Einmahl mehr Segel setzen und mit dem Jollenkreuzer vergnüglich durch Segelrevier schaukeln. Tochter Elizabeth vermeldet vergnügt, noch gestern schwimmen gewesen zu sein in der rauhen See Ihres Studienplatzes an der Südküste Englands. Die tapfere schwimmt für ihr Leben gerne. Ich bewundere sie beneide sie aber nicht.

Eines aber wollen wir nicht, von Hiobsbotschaften und katastrophalen Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft hören. Gerade aber finde ich Interesse und Gefallen an Hans-Olaf Henkel und mit Thilo Sarrazin bannt sich gleichsam die Megadebatte der kommenden Jahre an.

Die Frage die zu beantworten es für jeden hier gilt, lautet: “Wie bringe ich mein Geschäftsleben, mein Privatleben, mein digitales sein unter einen Hut? Wann begreife ich das ich nur ein Leben habe und mich nicht länger disassoziieren kann in meinem Tun?


 

3 zentrale Fragen

die zu beantworten es schärfer rüberbringen was zu tun es gilt, wobei ich an Hans-Olaf Henkel’s Frage an die Politik anknüpfe und diese mit überfälligen Fragen an Gesellschaft und Wirtschaft erweitere. Wer sagt denn, wir müssen nicht, jeder für sich, jede dieser Fragen für uns beantworten?

  1. Politik:
    „Trägt mein Vorhaben, meine Politik dazu bei, die Arbeitslosigkeit zu veringern? Wie genau?″
  2.  

  3. Wirtschaft:
    „Ermögliche ich Ideen die tun? Verstehe ich, dass es nicht ist was ich tue, es ist was die Leute mit dem tun was ich tue?‟
  4.  

  5. Gesellschaft:
    „Wie bringe ich mein Geschäftsleben, mein Privatleben…, mein digitales sein unter einen Hut? Wann begreife ich das ich nur ein Leben habe und mich nicht länger disassoziieren kann in meinem Tun?‟

 

Mitte Mitte

Hans-Olaf Henkel, Gedankenführer fotografiert von Stuart Mentiply

 

Die Mitte wieder herstellen

Ganz recht Hans-Olaf Henkel, die zentrale Frage, die sich jeder entschlussfähige Politiker stellen muss lautet: „Trägt mein Vorhaben, meine Politik dazu bei, die Arbeitslosigkeit zu veringern? Wie genau?

Mein Hintergrund ist internationale Werbung. Seit Januar bin ich arbeitslos und geniesse tatsächlich die von Westerwelle spitzfindig postulierte poströmische Dekadenz, mit einem Unterschied, ich bin nicht tatenlos, geschweige den ratlos. Ich hatte mich 2006 in Berlin instinktiv dem Deutschen Mittelstand zugewendet und schliesslich eine kleine Dialogagentur beraten, wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei aber nicht bemerkt, das zum Schein Ratschläge befolgt wurden, zum Sein aber die Entschlusskraft ausblieb. Die scharfe Wende die zu meistern es gilt ist hier wie da, keine Chefsache, aber nur mit guter Beteiligung aller möglich.
Jeff Jarvis, ein Amerikaner mit Deutscher Frau zur Seite, beeilte sich, Deutschland zu Hilfe zu eilen mit seiner Aufklärung zum Deutschen Privatsphären Paradox. Derweilen entdeckte ich endlich auch einen Deutschen mit enormen Elan und scharfsinnigen Beiträgen, dem seitens der FAZ Diskreditierung zugefügt wird: Peter Kruse.

Mit dem Strom, nicht gegen rudern!

Jetzt gefällt mir der Gedanke den zu verfolgen Hans-Olaf mir Mut macht, mich nämlich weiterhin auf den Mittelstand zu konzentrieren und Ideen die tun in Anwendung zu bringen, auch und gerade für mittelständische Unternehmen, Kleinunternehmen, junge Deutsche Gründer…
Mag sein, das der Mittelstand uns gerade noch vor schlimmerer Misere bewahrt, jetzt da die Deutsche Arbeitslosenrate noch immer über der von Europa liegt, nicht länger Exportweltmeister ist, die Automobilindustrie sich nicht als Beförderungsmittel begreift und die Kommunikationsbranche an Orientierungslosigkeit darbt. Mit Hans-Olaf Henkel befürchte ich eine Inflation und jedenfalls weitere Pleiten des Deutschen Mittelstandes. Als Amerikaner weiss ich dass es immer noch schlimmer kommt, und kommen muss. Deutschland ist Weltmeister darin Chancen zu spät wahrzunehmen, wird dann aber übermenschlich stark seine Pfründe zu retten. Global gesehen entschied sich der Zeitgeist vor gut 15 Jahren die Welt in Superreiche und bedauernswert Arme zu trennen ohne Platz zu lassen für eine Mitte. Im Marketing lernst Du rasch, dass jeder Trend einen ebenso starken Gegentrend zur Folge hat. Kleinvieh macht auch Mist und gerade das soll meinem Geschäftsmodel durch Skalierbarkeit den Profit sichern, während hier gleichzeitig auch Unternehmen geholfen wird, die konventionellen Werbeagenturen nicht profitabel erscheinen.

Ich freue mich bereits die kommende Woche auf erste Telefonate mit erfolgreichen US Agenturen mit neuem Geschäftsmodel.

Bei Vorstellungsgesprächen hierzulande begegnete ich ausnahmslos Unternehmen im Begriff zu expandieren, dank ihrem Portfolio an Kunden mit Nachholbedarf für eine digitale Präsenz. Die arme Kundschaft wird nun mit Websites beraten, die sozusagen wunschgemäß dem technischen Stand der Zeit entsprechen, dem auch das Nachholbedürfnis entstammt. Der Aufwand mit dem hier grundfalsch beraten wird, ist gleich groß oder größer als eine zeitgemässe Beratung auf dem technischen Stand oder Erkenntnisstand der Gegenwart. Allerdings bedarf es einigen Aufwand in den Agenturen um von überkommenem Prozedere loszulassen und ausnahmsweise einmal das zu tun was ausnahmsweise einmal richtig wäre, nämlich einfach mal treiben lassen anstelle gegen den Strom anschwimmen zu wollen. Naturgemäß strebt alles zur Mitte. In der goldenen Mitte dann werden wir uns wieder finden. Auf Wiedersehen.

 

Kategorien:Ein Leben, Long Tail, Politik

Dalberg Tage

25. Juli 2010 Keine Kommentare

Dalberg Tage Dalberg Tage
Unter dem Fenster meiner kleinen Kammer versammeln sich angestammte Franken das Dalberg Strassenfest zu feiern. Vintage, eine lokale Pop-Band mit treffsicherem Namen spielt routiniert auf. Beatles, Steve Wonder, Doobie Brothers, Evergreens die allesamt im Ohr geblieben. MIch freuen trockene Chic Gitarre [Vintage] und frohe Gelassenheit in der es in Aschaffenburg von statten geht.


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Blick aus meiner Kammer



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Johannisburg und Main



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Vintage





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Petra am Dalberg vor meinem Stadtpalais



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49A



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Petra Hammerstein
Meine Jugendfreundin und spätere Frau


 

Kategorien:Ein Leben

Ein Leben

21. Juli 2010 Keine Kommentare

Eine Wahrheit, ein Wille, ein Schicksal, ein Leben.

 

Eine Wahrheit

 

Ein Wille

 

Ein Schicksal

 

Ein Leben

Die Herausforderung die anzunehmen für unsere Gesellschaft mit jedem Tag ansteht ist eine verblüffend einfache: Du hast nur ein Leben. Nenne es Familienleben, Geschäftsleben, Liebesleben… Dennoch bleibt es dabei, Du hast nur das eine Leben. Mehr gibt’s nicht.

Vor fünf Tagen unternahm Kelly O’Brien folgenden Eintrag auf dem Barbarian Blog. Ihr Eintrag in seiner Vollständigkeit entlehnt:

Jay Zasa unser ECD über die faux Vorstellung, dass wir ein “echtes” und ein “online” Leben führten, im Gegensatz zu, nun… dem Leben das wir führen. Der von Havard Business Report geführte Blog, Eine Unterhaltung (The Conversation) beschäftigt sich mit dem Thema. Alles gute Gedanken, mir gefallen insbesondere die 10 Punkte warum und wie Online Erlbnisse unser Leben bereichern. Es ist ungemein erleichternd eine Beschäftigung mit diesem Thema in der Kategorie Geschäftsleben vorzufinden. Mein Favorit ist #3 (Kelly):

“Es wird allmählich Zeit damit zu beginnen in der Realität des 21 Jahrhunderts zu leben: Eine Wirklichkeit die beides ist, On- und Offline. Bestätige dass Dein digitales Leben Wirklichkeit ist und die transformativen Potenzialle des Internets werden sich Dir eröffnen”:

  1. Sei Online ganz Du selbst und Du wirst Seiten von Dir entdecken die Du offline nicht mitzuteilen gewagt hättest.
  2. Vergegenwärtige Dir es mit einem Menschen zu tun zu haben wenn Du daran gehst eine Email zu verfassen oder eine Tweet abzuschicken. Es hilft Dir dabei Deine Online Kommunikation mit menschlichen Qualitäten und Mitgefühl zu bereichern.
  3. Nimm die Idee Deiner Online Präsenz buchstäblich wahr und erlebe das Fehlen von körperlicher Anwesenheit, als ein im Kopf stattfindendes Abenteuer und nicht so sehr als verliessest Du Deinen Körper.
  4. Behandle Deine Facebook Bekanntschaften wie Freunde, es hilft Dir dabei die Sorgen darüber zu vergessen wie viele Freunde Du auf Facebook hast.
  5. Nimm Deine Flickr Fotos, YouTube Videos und Blogeinträge als Kunst ernst (Kunst kommt von Können) und Du gewinnst kreativen Ausdruck als Dein Geburtsrecht zurück.
  6. Konzentrierfe Dich darauf wahre Bedeutung zu schaffen während Du Online bist, dann wird Deine Online Footprint Eindruck machen.
  7. Behandle Deine Aufmerksamkeit in Sachen Online als echte Quelle (Ressource), dann investierst Du Deine Aufmerksamkeit in Sites die Deinen Werten entsprechen und hilfst diesen zu wachsen und bleibst Dir treu.
  8. Wenn Du Deine Online Zeit damit verbringst was Dir wirklich wichtig erscheint, dann erlebst Du Deine Zeit online als Reflektion Deiner wahren Werte.
  9. Solange Du Online geführte Unterhaltungen als wirklich geführte Unterhaltung willkommen heisst nimmst Du Einfluss darauf wie andere sich fühlen und was sie denken.
  10. Sowie Du aufrichtig bist mit den Freuden und Frustrationen des Internets, kannst Du aufhören damit Dich für Dein Leben Online zu entschuldigen.

 

Sollte dies wie eine Wirklichkeit klingen in der Du leben möchtest, dann habe ich ein gute Nachricht: Du kannst noch heute damit beginnen. Alles was es braucht ist Deine Entscheidung ernste Anstalten zu machen und Dein Online Existenhz ernsthaft ehrlich und aufmerksam anzunehmen und Du wirst rasch feststellen dass das Leben im Internet nichts anderes ist als eben Dein Leben.

 

Quellen

  • 10 gute Gründe damit aufzuhören Dich für Dein Online Leben zu entschuldigen [Englisch]
  • Hör auf Dich für Dein Online Leben zu entschuldigen [Englisch]
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