Gerade geschieht, dass im dt. Werbefernsehen mehr Digitalwettbewerb zu sehen ist als herkömmliche Produktwerbung
Eine digitale Explosion findet vor den Augen des Fernsehpublikums statt, von dem ich nicht sagen kann, ob es ungläubig die Augen reibt, oder eine solche Verschiebung herrlich anteilslos über sich ergehen lassen.
In der verbleibenden klassichen TV Werbung einiger Autohersteller, Banken u. Versicherungen, wird eifriger noch „gewischt” als in der Explorer Werbung für Windows 8.
OS Orchestrierung Die Microsoft Windows Marketingoffensive
Mit der Akzeptanz von Windows 8 entscheidet sich, ob unser Geschäftsalltag eleganter und effizienter wird.
Microsoft ist heute ein Aussenseiter in der von Apple dominierten Welt neuer Technologien.
Zur Einführung von Windows 8 und dem Surface Tabletrechner hat Microsoft ein beispielloses Aufgebot an Weltklasseagenturen damit beauftragt, die Marke wieder zu beleben.
Die kurze Anwort: Ja, in ein renitentes Verhalten.
Mit der Begegnung erster Plakate auf der Bahnfahrt in die Stadt wurde deutlich:
Die Aussenwerbung ruft nicht die Begeisterung in mir hervor, wie ich sie empfand, als ich Andrew Kim’s freiwilligen Vorschlag, wenn auch spät, entdeckte.
So muss Werbung sein, eine eigenständige Entdeckung, nämlich auf Seiten der Leute.
Wie ja auch die Liebe des Lebens, der eigenständigen Entdeckung bedarf und sie für deren gelingen, nicht von den Eltern arrangiert gehört.
Was den Leuten vorgehalten wird, stößt mit wenigen Ausnahmen auf Ablehnung und das bleibt auch so.
Wie schon zu Schulzeiten mit aufgezwungenen Kranichen des Ibykus, die einer zur Strafe dann auswendig vortragen durfte.
Eine von oben nach unten durchgeführte Orchestrierung fördert wenn überhaupt renitentes Verhalten.
Andrew Kim’s Design dagegen weist eine Passage auf zu integriertem Marketing, mit ebenso grossem Anspruch, nur greifbarer gemacht, als die, der Vision von Wolff Olins.
Wir werden früh genug erfahren ob die Welt bereit ist und auf Windows 8 aktualisieren wird.
Mit den US Wahlen wissen wir schon morgen, ob die Welt bereit ist, bei einem reiferen UX zu bleiben.
Die Printmedien wurden umgewandelt und jetzt haben wir Kindle, iPads, Tablets wohin man sieht. Wir haben die Transformation der Musikindustrie miterlebt und wie sich die Transformation auf alle benachbarten Branchen über die letzten 10 Jahre ausgedehnt hat.
Was kommt als nächstes? Was wird sich noch alles von kalt zu heiss umwandeln? Die tiefsinnige Antwort: Alles was langsam, zentralisiert und massiv ist, kann sich, ob durch Schock oder aus Überzeugung, in schnell, vernetzt und fragmentiert verwandeln.
Sind das politische Chaos und die festgefahrene Situation in den USA eine Folge der Verflüssigung politischer Systeme? Unser System der Regierungsgewalt basiert auf der Wahl einer sehr geringen Zahl an Leuten, um uns alle zu repräsentieren. Können wir den Mittelsmann in der Politik ausschalten, wie es im Buchhandel geschah? Wie würde Web-vermittelte direkte Demokratie funktionieren? Wie würde sich das anfühlen? Wie riecht es? Die Piratenpartei benutzt eine Platform mit Namen Liquid Feedback, die zentral ist zu ihren inneren Funktionen, aber es ist ein spekulatives Design für alle anderen.
Wenn wir politisch aktiv sind, braucht es dann noch den Berufspolitiker?
Nicht im heutigen Umfang.
Lösungen erhalten wir mit, von Schwarmintelligenz getragenen Wettbewerben: Hackathons, wie Rachel Sterne sie bereits für New York City organisiert.
Sowie wir alle politisch aktiv sind, profitieren die landesweit ausgetragenen Wettbewerbe für Kommunalanliegen, Regionalanliegen und nationale Angelegenheiten, vom kognitiven Überschuss, der gegenwärtig Facebook u. Co. zugute kommt.
Die Schaffung von ausgereiften Plattformen ersetzt den Bau neuer Ämter. Bisherige Amtsgebäude werden in Wohnflächen umgestaltet.
Anstelle von zu vielen Beamten leistet sich der Bundesbürger ein Belohnungssystem, das dem politisch aktiven Bürger zugute kommt.
Rachel Sterne, CDO der Stadt New York. Foto via papermag.com.
Was wollen Bürger von öffentlichen Diensten und Ämtern?
Weniger müssen müssen.
Bürgerpflichten, wie das Ummelden des Wohnsitzes, Steuererklärungen, das Anmelden eines Gewerbes, lassen sich ohne Wartezeit, bequemer und zuverlässiger online erledigen.
Wir sind eine lustige Gesellschaft aus Selbermachern. Gerade so wie es bereits zur Gewohnheit geworden ist, Bahn- und Flugkarten aus dem Automaten zu ziehen, können wir unseren Bürgerpflichten digital selbst besser nachkommen.
Willkommen bei GOV.UK, die beste Methode, an Regierungsservices und an Informationen zu gelangen.
Eine sportliche Aufgabe mit der Regierung, Länder und Städte solange überfordert sind, bis sie 10.000 Stunden an Erfahrung darin haben.
GOV.UK legt gegenwärtig die reifeste Leistung mit seinem Pilotprojekt vor, während Directgov, die offizielle Website bleibt.
Die Briten, seit der Britischen Pop Invasion, geübt im Umgang mit Promotion, haben verstanden, meist genutze Funktionen übersichtlich nach Vorne zu bringen und über unmittelbare Funktionstüchtigkeit die Markenbildung nicht zu vernachlässigen.
Mit Medienpuls Bayern läuft die Bayerische Landeszentrale für neue Medien der Entwicklung hinterher, tut aber gut daran den ersten Schritt getan zu haben. Ein Veranstaltungskalender, der attraktiv wirken will auf Medienunternehmen und diesen eine zentrale Plattform als Ausgangspunkt für Social-Media-Aktivitäten und Kollaboration bieten will. Wie das geht, kann bei TED bestaunt werden.
Hier feiert eine Branche sich nicht vordergründig selbst, wird aber von einem Weltpublikum gefeiert und hat damit das Interesse der Industrie. Medienpuls Bayern scheint mit Hilfe der lokalen St. Elmo Agentur den umgekehrten Weg zu gehen und will das breite Publikum wenn überhaupt, über die Beiträge der Fachleute der Medienbereiche erreichen.
NYC.gov hat mit 25 Mio Besucher im Jahr so viele Besucher wie der Central Park.
Bürgermeister Bloomberg hat die attraktive und in Technologie und Sozialmedien versierte und erprobte Rachel Sterne, damit beauftragt, die Stadt New York als Technologiehauptstadt (MAD MEN ☛ Silikon Alley) ins Gespräch zu bringen. Erste, bevorstehende Ergebnisse: Enge Zusammenarbeit mit Facebook und Twitter. Mit Hilfe eines New York Hackathons wurde NYC.gov von freiwilligen, engagierten Entwicklern überarbeitet. Das alles soll innerhalb der nächten 45 Tage auf NYC.gov greifbar werden. Alle Augen auf Rachel Sterne, die ja seit ihrer Ernennung zur digitalen Chefin der Stadt New York grosse Aufmerksamkeit geniesst. Meine Beiträge zu Rachel Sterne finden Sie hier.
Abschied von McCann Worldgroup in München, Frankfurt und Hamburg. Berlin und Düsseldorf sollen nun für ein Comeback der Weltgruppe in der vom Ausland anerkannten dt. Design-Nation sorgen.
MRM Worldwide, UM, Weber Shandwick, Futurebrand und Momentum sind von der Entscheidung des neuen CEO Andreas Trautmann ausgeschlossen und bleiben ihren Standorten erhalten (mehr dazu hier und hier).
Für Berlin sind der mir vertraute, lustige Erich Reuter und Frank Riedel verantwortlich.
In Düsseldorf sind es nicht weniger lustig, der mir vertraute Philippe Royer und Richard Delphin.
Bei einem raschen Aufstieg wünsche ich Euch Herren und allen Beteiligten viel Vergnügen und Gänsehaut.
Leute wollen einfach nicht länger Teil des Problems sein, sie wollen Teil der Lösung sein
Zu unser aller Entlastung, nehmen die Dinge ihren Lauf und es braucht nicht erst schlechter zu werden, um in Folge, Besserung zwingend erforderlich zu machen. Gleichsam herrscht Einigkeit und die Netze bringen fortwährend zu Tage, was versäumt wurde und als Verbesserungsfähig erachtet wird.
„Die Zeiten haben sich geändert, wenn man sich die Digitalisierung der Welt ansieht, da passiert gerade eins, dass die Leute allwissend werden. Ich kann als Marketer keine hohlen Versprechen mehr abgeben, da ich in Echtzeit entlarvt werde.‟
Amir Kassaie’s treffende Zusammenfassung. Mehr dazu hier
Am aktuellen Beispiel Rechtsextremismus
Die Regierung hat die Ausschreitungen des Rechtsextremismus nicht zu verhindern gewusst, sieht sich nun aber genötigt, das Versäumnis, auf Drängen der Öffentlichkeit und der Kanzlerin, wett zu machen.
Dabei wird auf altbewährtes zurückgegriffen.
Eine Organisation zur Bekämpfung des Rechtsextremismus wird gegründet, egal auch ob geeignete Ideen vorliegen und hinlänglich bekannt sein dürfte, das Problemen nicht mit den Herangehensweisen beizukommen ist, die an der Schaffung der Propleme passive Beteiligung hatten.
Eine denkbar aussichtsreichere Herangehensweise ist es, ein Polit-Hackathon zu veranstalten und von neuen Köpfen, in sagen wir vier Tagen, neue Lösungen zu erhalten.
Ein freier Wettbewerb unter Voluntären ausgetragen, die unvoreingenommen, objektive Strategien zum Vorschlag machen und deren Motivation nicht Arbeitsplatzsicherung und auch nicht monetäre Vergütung ist.
Dem Steuerzahler bleiben die Kosten für ein weitere Behörde erspart, die Implementierung der aussichtsreichsten Strategien erfordern womöglich ein ganz anders geartetes Organisieren.
Am Beispiel Occupy Bewegung
Jeff Jarvis hat den Vorschlag gemacht, dass es Zeit wird für die Occupy Bewegung, die Besetzung öffentlicher Plätze und das Zelten aufzugeben und die Aktivitäten wieder verstärkt und aussichtsreicher in die Netze zu verlegen.
Die Leute wollen einfach nicht länger Teil des Problems sein, sie wollen Teil der Lösung sein.
Indem wir strategisch konsumieren, unser Geld zunehmend und immer ausschliesslicher für Dinge ausgeben, die unseren Respekt nachweislich verdient haben, demonstrieren wir Selbstkontrolle und zeigen uns verantwortlich.
Wie ausserordentlich wirksam das ist, demonstrierte die Biobewegung, die Ökobewegung, die der Schwulen, die Grünen oder auch Vegetarier und Veganer.
Auch zeigt es das eine soziale Bewegung Innovation bewirkt.
Claudia Langer unterhält mit Utopia eine Platform für strategischen Konsum.
Die Bevölkerung erkennt, dass vieles, das vorher im Dunkeln lag, im Licht der Öffentlichkeit greifbar wird und eine Beschäftigung damit lohnend macht und nämlich etwas bewirkt.
Es ist die Interaktivität, das akzeptieren, gegenseitiger Abhängigkeiten, die Konfrontation mit Problemen, die eine Lösung rascher als sonst in Aussicht stellt, die uns das Rot in die Wangen schiessen lässt.
Wie empfindet die reale Welt über die digitale Welt?
TNS wollte von 72 Tausend Leuten in 60 Ländern, mehr über deren Einstellung und Verhalten in Erfahrung bringen.
Mehr als die Hälfte glauben, dass das Internet ihnen dabei hilft, eine nähere Verbindungen mit anderen eingehen zu können. Brasilianer lieben Online chats, im Durschnitt haben die Brasilianer 481 online Freunde. 36% der Philippinen empfinden Online Freundschaften als zufriedenstellender. Mehr als die Hälfte der Nutzer sozialer Netzwerke, geben zu ihre Freunde auszuspionieren. Vielleicht ist das der Grund warum Europäer zurückhaltender sind im Umgang mit den Netzen. 97% der Dänen, bevorzugen Freundschaften im wirklichen Leben. Und was tut die online Welt in mehr als 3 Stunden pro Woche? Sie gehen shopping. Wir lieben virtuelles Windows Shopping. China hat die größte Anzahl an Kaufsüchtigen, sie verbringen 5 Stunden die Woche mit Online Shopping. China hat 8 Mio Online Shops. Bald ein Drittel davon befriedigen ihre Sucht mit mobilen Geräten. Viele glauben, dass das Internet es ihnen ermöglicht sich freier auszudrücken. Nahezu die Hälfte liest einen Blog pro Woche und etwa ein Drittel von uns blogt. Und warum kommentieren wir online? Wir lieben es anderen zu helfen und selbst Hilfe zu bekommen. Und manchmal wollen wir uns einfach nur beschweren. Und das sehr wirkungsvoll. Über die Hälfte der Leute, die Online Kommentare lesen glauben, dass ein einziger negativer Kommentar sie eine Marke hinterfragen macht, auch wenn der Kommentar vom anderen Ende der Welt kommt. Mehr über Online Gewohnheiten und Verhalten gibt es hier zu erfahren.
Cat Ballou handsigniert von DJ Rogers
Nach den Fakten, jetzt die Fiktion der Fachpresse der dt. Design Nation
Transparenz bei den Werbeinvestments ist die wichtigste Herausforderung für die Werbewirtschaft im kommenden Jahr, lese ich auf Werben und Verkaufen.
Wie bitte? Die Werbewirtschaft soll endlich die Probleme ihrer Kunden lösen und nicht länger interne Organisationsprobleme und Orientierungslosigkeit diskutieren.
Uwe Becker, Mediachef von Unilever und Vorsitzender der OWM meint gar: „Die Zeit der blinden Online-Euphorie ist vorbei‟. Becker fordert ROI, eine Forderung die jedes Jahr wieder, als der grosse Paukenschlag inszeniert wird und in einen irrelevanten Streit ausbricht, welches Medium messbarer ist, Fernsehen oder Internet.
McDonalds hat die Frage nach Messbarkeit und Return on Investment für alle zufriedenstellend mit Mein Burger beantwortet, hier einzusehen.
Uwe Becker’s Forderung lenkt die dt. Wirtschaft davon ab, Tatsachen zu schaffen, die möglichst gut für möglichst viele sind.
Ideen die tun, in der Lage, unser Leben besser machen.
Nun hat OWM eine Website, die statisch ist, wie eine Druckvorlage und die im Gegensatz zu zur Website von TNS, keine Einblicke oder Lösungsvorschläge zum Diskurs zu vermitteln im Stande ist.
Wie kann ich einem Verein mein Vertrauen schenken, der 2011 mit einer Website aus den 90er Jahren, Vorbild sein will?
Mit WuV habe ich von jeher meine Schwierigkeiten. GameOne auf Viva bietet dem Marketing-Praktiker mehr Einblicke zur Planbarkeit der Wirtschaftsentwicklung.
Empfiehlt Ravi Sawhney in einem Artikel von CoDesign am Donnerstag und übersieht dabei nicht, dass auch auf Grund steigender Kosten in China, die Herstellung in den USA Auftrieb verspürt. Ja, von einer Herstellungs Renaissance ist die Rede. Vier Quartale beschleunigtes Wachstum in der US Herstellung, belegt auch Mary Meeker’s aktuelle Darstellung zum Zustand der Technologie.
Indem US President Obama bereits einen sogenannten Leahy-Smith America Invents Act unterschrieben hat, sind die US Patentrechte einfacher zu beschaffen und bieten besseren Schutz, für erfinderische US Firmen und deren Produkte.
Es braucht eine von der Regierung begrüßte Volksbewegung, um Innovationskraft auf den Weg zu bringen und über den Tipping Point hinaus, von unten nach oben zu stärken.
Ein Anfang ist gemacht mit der Ernennung von Rachel Stern zum digitalen Chefin der Stadt New York und ersten von Rachel veranstalteten Hackathons, die auch zum Ziel haben Subjektivität im Entwicklungsprozess zu minimieren.
In kleinen Schritten ist gut weiterkommen. Tun ist gut und weit einträglicher als untätig in den vier Wänden einem Weltschmerz ob massloser Ungerechtigkeit und Weltwirtschaftskrise zu erliegen.
Rachel Sterne, Chief Innovation Officer der Stadt New York.
Deutschland hat einen Weltruf für sein German Engineering zu verlieren und Italien für sein italienisches Design.
Nicht Italien’s Olivetti dominiert die Computerwelt und das User Interface Design, aber Apple.
Nicht Volkswagen hat den Wandel im Verbraucherverhalten unmittelbar zu nutzen verstanden, aber Südkorea’s Anpassungsmeister Hyundai.
Noch vor wenigen Jahren war undenkbar, dass ein Parfum, dass nicht aus Paris kam, Erfolg geniessen könnte in der Welt.
Die Périgord-Trüffel erwarten wir von einem Lagotto erschnüffelt, unter Eichen, Pappeln, Weiden der Périgord Region mühsam geerntet, heute kommen sie nicht minderwertig von einer Farm in Australien.
Altvertraute Marken wie Coca Cola, mussten Millionen an Werbegeldern ausgeben und Jahrzehnte an Zeit investieren, um ihre Namen in der Welt bekannt zu machen. Neue Marken wie Google, schaffen dass in einer sich verändernden Welt in wenigen Jahren ohne einen Cent für ein Werbebudget auszugeben.
Foto von Hung Truong auf einem New York Hackathon
Kein Land hat wie Deutschland, eine Partei wie die Grünen vorzuweisen, oder eine Volkszahnbürstenbewegung, die unter Missachtung moderner Mittel seitens der Oral B/Braun Werbeagentur, es auf 20 Mio Verbraucher geschafft hat. Nichts scheint unmöglich in einer sich wandelnden Zeit.
Politik und Wirtschaft mögen sich an erfolgreichen Modellen in unserer post-digitalen Zeit orientieren, neue Erfolgsfaktoren identifizieren lernen und sich dementsprechend mit grossem Momentum, prompt weiterentwickeln.
Politik und Wirtschaft sollen sich von Erfolgsmeldungen seitens Apple, Amazon, Google oder Facebook auf frische Gedanken bringen lassen, oder sich einen von Stefan Zschaller anempfohlenen Artikel vornehmen und hier von den Letten lernen.
Glückliche Umstände und die Geschicke der einen und versäumte Gelegenheiten und Ungeschicke der anderen, haben zur grossen Teilung geführt, die Welt in Superreiche und in Bettelarme zu unterteilen. Ohne Grauzonen und Zwischenbereiche.
Zur Stunde des begonnenen Eintrags, findet an der Frankfurter Hauptwache statt, was an der New Yorker Wall Street seinen Anfang nahm. Die Leute beginnen die große Teilung wahrzunehmen. Unruhe kommt auf. Das wollten wir nicht, denken sowohl die einen als auch die anderen.
Deutschland hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verloren. Vater Staat sorgt im Notfall und nämlich dann, wenn es notwendig wird, nicht länger für seine Bürger.
Gerhard Schröder’s selbstsüchtige Profilierungsmassnahme, hat seine selten blöde Idee mit Hartz IV, deutsche Realität werden lassen.
Das von Ludwig Erhard gemeinsam mit dem Ökonom Alfred Müller-Armack entwickelte Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft, dass untrennbar mit dem dt. Wirtschaftswunder einherging und dem Deutschland seinen Wohlstand zu verdanken hat, ist mit Hartz IV ad absurdum geführt und besteht nicht länger. Im Gegenteil, Hartz IV, hat in Folge die grosse Teilung begünstigt und das Vertrauen in Politik und Wirtschaft mit schwinden lassen.
Wir empfinden die grosse Teilung als normal, solange es uns gut geht. Ein Nährboden für wir/ihr Denken, wie es Prof. Robert Reich mit seinem Zeitgeist Vortrag greifbar machte (Video hier ansehen).
Zuviele Verwalter zuwenig Hersteller, wollen die Amerikaner herausgefunden haben.
Mike Konczal hat sich damit befasst, ein im Detail lesenswertes, ideologisches Profil der 99%, anhand seiner Auswertung eines Tumblr Blogs zu erstellen. Demnach sind weder Neid noch Gier, Motivation für die 99 Prozent Bewegung in den USA. Belange sind:
Kinder
Studentendarlehen
Arbeitslosigkeit
Gesundheitswesen
Das Alter gruppierte sich um die 20- und 27-jährigen.
Die Ursachen waren für Mike Konczal rasch identifiziert, dessen Blog als einer der vier Top Finanz- u. Investmentquellen, grosses Ansehen geniesst:
Es gibt keine universelles Gesundheitswesen, das mit dem Zufallscharakter schlechter Gesundheit klar kommt.
Es gibt keine freie, höhere Ausbildung, die es den Leuten gestattet ihre Fähigkeiten ausserhalb der Logik und Beziehung einer Schuldknechtschaft zu erlangen.
Unsere Konkurs- und Vergleichsordnung wurden von den oberen 1% neu definiert, während wir aber eine Abwehr davor brauchen, dass von Ungleichheit gesteuerte Schulden auf die Bevölkerung geschoben werden können.
Sag selbst, sind die Ursachen der USA nicht womöglich auch die Ursachen in der Bundesrepublik?
Und hat unsere globale Schuldnerkultur nicht auch ihr Gutes?
Die kurze Antwort: Nichts, rein garnichts.
Wir können aus dem Schaden klüger werden. Hier von den Letten lernen.
Hartz IV abschaffen. Frauenlohn abschaffen. Unsere Kinder anweisen die Ehrfurcht vor Institutionen zu verlieren.
Das Internet bringt es zutage, wir nehmen unsere Rechte und Pflichten nicht ausreichend wahr.
Ich nehme mir an Christoph Schlingensief’s Frohnatur ein Beispiel, an Frank Sauer’s Schamlosigkeit, an Thomas Meinecke’s Klarheit, an Gottfried Eisert’s Sachlichkeit, an Thomas Bröse’s Leutseligkeit und deren Umsetzungskraft.
Joseph Ackermann hat allen voran die neue Welt und die Skalierbarkeit der Netze verstanden.
In meiner Zeit in Frankfurt, waren nicht meine Werbekollegen aber die Banker die lustigsten Leute in den Gaststätten.
Heute wissen wir woher die gute Laune kam und auch heute noch kommt.
Die 1318 transnationalen Unternehmen die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Supervernetzte Unternehmen sind rot, sehr vernetzte Unternehmen sind gelb. Die Größe der Punkte stehen für deren Umsätze. (Abbildung links: PLoS One Foto rechts: Elisabeth Waczek, Lissabon)
Ich bin Mark Sargent, ich habe keine Ideen für Werbung, ich mache Werbung für Ideen. Wie Nicolas Roope mache ich Sachen, nicht Werbung für Sachen. Unterstützung ist willkommen: