Die „Kings of Content” beanspruchen mehr Land.

Deutsche „Kings of Content” beanspruchen mehr Land.

 

 

Meine ehrenwerten Herren in Berlin haben den grossen Hebel umgelegt. KircherBurkhardt und BurdaCreative fusionieren zu C3 Creative Code and Content. Eine Vermählung wie zu Zeiten adliger Vorherrschaft. Eine Fusion wie aus dem Industriezeitalter.

Auf der Tagesordnung steht Wachstum und internationale Ausbreitung des Handlungsspielraums. Eine visionäre Tagesordnung wird sich finden.

Währenddessen hat Aaron Dignan, gefeierter Gründer von Undercurrent entdeckt, dass wir alle irrten zu glauben, jeder Kunde mit seinem individuellen Problem, brauche eine individuelle Lösung.

Das Problem ist querfeldein dasselbe. Unternehmen glauben mit ihren rückständigen Betriebssystemen, es mit der Geschwindigkeit des 21. Jahrhunderts aufnehmen zu können.

 

 

Die Geschäftsführer Kircher, Vogelsang, Burkhardt. Credits: Tim Wegner

Die Geschäftsführer Kircher, Vogelsang, Burkhardt. Credits: Tim Wegner

 

 

Ein Geschäftsmodell hat dann eine Zukunft, wenn es dafür eine API gibt, mit der Entwickler, Gestalter, Macher herumspielen können und sich somit neue Geschäftsfelder erschliessen. Nicht was wir tun, was andere damit tun entscheidet über Erfolg und Fehlschlag (Gareth Kay). Das Wachstum von C3 muss also angetrieben sein von der Vision mehr Einfluss auf das Verhalten der Leute zu nehmen.

Das Betriebssystem, das OS der Unternehmen muss in der Lage sein, sich automatisch anpassen und weiter entwickeln zu können. Das geht nur, wenn es ein offenes System ist und sich unzählige Macher daran beteiligen können (Open Source – Keine Manager, Macher.). Dignan ist überzeugt, dass ohne responsive Eigenschaft, keine Unternehmung in Zukunft bestand haben wird.

C3 muss eine Autorität sein, seine Kunden darin ermöglicht zu haben, Kuratoren von Inhalten zu sein. C3 schafft für die Kunden, die Voraussetzung, nicht die Inhalte. C3 baut die Plattform, mit der die Inhalte für ihre Kunden generiert werden und deren Kuratoren die C3 Kunden dann sind. C3 gibt die Verantwortung an die C3 Kunden zurück.

Wie das in der Praxis aussehen kann, dafür hat Deutschland ein Paradebeispiel mit Heftig.co vorzuweisen.

Wie bei der Entwicklungshilfe, soll Selbsthilfe ermöglicht werden, die Voraussetzung für eine DIY Kultur wird geschaffen, sonst nähme mit dem Ende der Kampagne, auch Motivation und Elan ein jähes Ende. Vielmehr ist es so, das erst wenn die Begeisterung sich gelegt hat, sich Erfolg oder Versagen zeigt.

Eine gute Geschichte nimmt kein Ende. Sie wird immer wieder gerne weiter erzählt. Mit redaktioneller Gestaltung zum Mittelpunkt, macht Kindergartenklarheit den Unterschied zu den sich verzettelnden Redaktionen. Ein Champion im Content Marketing ist C3 dann, wenn ihr Content Marketing kontinuierlich neue Bedeutung für die Marke schafft und die Inhalte immer weniger von den, sich aus der Fusion ergebenden, weit mehr als 100 Journalisten erstellt werden und der Kunde der Kurator von sich ansammelden Inhalten wird.

Als nächstes Aaron Dignan: Digital ist nicht Software, es ist eine Denkrichtung

Kircher Burkhardt und Burda Creative fusionieren zu C3 von Jürgen Scharrer