©DC Comics

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Während der goldenen Zeit der Freiheit, als die Sandijs Ruluks, die Neunziger Jahre, aus Sicht eines Webgestalters bezeichnet, bedrängten deutsche Hersteller ihre Werbeagentur um eine Online Präsenz. Plötzlich hatte jedes dt. Unternehmen eine Webseite.

Jeder wollte eine Webseite.

Dabei war bislang nicht bekannt und wurde in Folge übersehen, dass eine Webseite mehr leisten muss, als ein Versprechen abzugeben, eine Webseite muss sein Versprechen einlösen und das unmittelbar.

Für sehr viel Geld bekamen Hersteller auf ihr Drängen hin, eine statische Webseite als dynamisch angedreht. So muss es womöglich neun Millionen (grobe Anzahl der Webseiten die mit .de enden) grossen wie kleinen Unternehmen ergangen sein. Kostenpunkt jeweils zwischen 45- und 300 Tausend Euro.

Werbung ist ein grosses Versprechen, so soll es sein, in den Netzen aber erwarten die Leute Sofortlösungen von Unternehmen und Ergebnisse zu ihren Suchen.

Während sich das Verhalten der Leute änderte, beharrten Agenturen auf ihr Geschäftsmodell und das aus gutem Grund.

Sie haben keinerlei Kompetenz in den Netzen, die wurde von Muttibloggerinnen demonstriert.

Was darüber hinaus geschieht ist unglaublicher noch.

 

 

Der Konsument wird wieder zum Bürger

Immer weniger Menschen geben sich mit Versprechen zufrieden, es genügt nicht länger den Anschein zu wahren oder zu erwecken, der Bürger, der zum Konsumenten wurde, will wieder mündiger Bürger sein und Resultate sehen, denen er habhaft werden kann.

Auch wenn er sich gegenwärtig noch, aus freien Stücken, zum Produkt machen läßt, kann sich das ebenso schnell wieder verkehren.

Ello ist ein Sozialnetzwerk ohne Werbung. Seine Nutzer werden somit nicht zum Produkt.

Auch ermöglicht Apple’s Safari Webbrowser dem Nutzer, anstelle von Google, DuckDuckGo als Suchmaschine zu wählen. DuckDuckGo ist eine Suchmaschine, die keine persönlichen Informationen sammelt.

Den Anschein wahren

Vorher


Mehr Sein als Schein

Nacher

Umkehrung der Werte

 

 

Nicht die Werte, den damit einhergehenden Biertisch Befindlichkeiten, sind von Belang, sondern Interessen. Rohe Daten, deren Austausch den Wissenstransfer zu gewährleisten.

Der Philosoph Byung-Chul Han hat auf der Frankfurter Buchmesse verlauten lassen, dass es künftig nicht mehr auf den Besitz von Büchern, sondern auf den Zugang zu den Inhalten ankommt. Zugänglichkeit.

Im analogen geht es ohne Punkt und Komma um Werte, um Befindlichkeiten, im digitalen um Interessen.

Im digitalen braucht es Effizienz, im analogen Effektivität.

Genau genommen war das goldene Zeitalter der Freiheit bestimmt von Effekten die Adobe Flash ermöglichte. Wackelnde Bilder, Animation ohne die eine noch so effiziente Webseite keine Abnehmer bei Unternehmen fand. Hersteller empfanden alberne Bewegbilder als dynamisch.

Heute wissen wir, dass Dynamik auf Partizipation beruht. Das Zu- und Mittun der Nutzer aber auch das der Programmierer entscheiden darüber, ob Dynamik entsteht und ob sie kontinuierlich und als verlässlich einzustufen ist.

Deutsche Content Management Systeme sind für Programmierer gemacht, anglo sächsische für den Endverbraucher.

Seit 25 Jahren wird der Vorteil, die Effizienz von Objekt orientiertem Kodieren erkannt. Aus der Programmiersprache C wurde Objective C.

Seit Anfang des Jahrhunderts markieren universelle Meilensteine die Handhabbarkeit der Netzgestaltung. CSS (1998) und HTML5.0, die Wiederentdeckung von flüssigem Design mit dem aufkommen mobiler Geräte, das heute als responsive Gestaltung praktisch unerlässlich ist, um die verschiedenen Ausgabegeräte von Grossbildschirmen über den Tablet PC, bis hin zum Smartphone zu bedienen und die Neugestaltung aller 9 Millionen Webseiten, mit der Endung .de notwendig machen und somit ein weiteres goldenes Zeitalter der digitalen Gestaltung einleiten.

Neue Maßeinheiten im CSS wie vh, vw (viewport height and width) erweitern den Spielraum um Elemente genau zu positionieren. Flexbox und schliesslich Webkomponente, also Objekt orientiertes gestalten.

Das fantastische aber für Unternehmen, Künstler und Selbstständige ist, dass diese Fortschritte auf den Endverbraucher zugeschnitten sind und von der Stange zu geringen Unkosten und oft umsonst erhältlich ist.

Nicht was wir denken ändert unser tun aber was wir tun ändert unser denken. Es ermöglicht dem Konsumenten wieder zum Bürger zurückzukehren und verleiht ihm Mitspracherecht indem ihm die Möglichkeit nun freisteht. Neugründungen und Familienunternehmen könne sich gegen das Angebot der Grossunternehmen behaupten und diese überbieten wie es seit Beginn des frühen 21. Jahrhunderts immer deutlicher wird.

Eine Lizenz auch zum töten.