screenshot The Grand Budapest Hotel

 

 

Eine Kritik des 19. Jahrhunderts des moralischen Versagens von Referenzenködern, von Katzenbildern und von unnötigen Paginierungen.

Von Maria Popova

„Zuvorderst gibt es zweierlei Schriftsteller: solche, die der Sache wegen, und solche, die des Schreibens wegen schreiben. Die einen haben Gedanken gehabt, oder Erfahrungen gemacht, die ihnen mitteilenswert scheinen; Die anderen brauchen Geld, weswegen sie schreiben, sie schreiben für Geld. Sie denken um den Beruf des Schreibens auszufüllen. Man erkennt sie daran, daß sie ihre Gedanken möglichst lang ausspinnen und auch halbwahre, schiefe, forcierte und schwankende Gedanken ausführen, auch meistens das Helldunkel lieben, um zu scheinen was sie nicht sind; weshalb ihrem Schreiben Bestimmtheit und volle Deutlichkeit abgeht. Rasch merkt ein jeder, sie schreiben um das Papier voll zu kriegen: bei unsern besten Schriftstellern ist das zu bemerken: z.B. stellenweise in Lessings Dramaturgie. Sobald man es merkt, soll man das Buch wegwerfen: denn die Zeit ist edel. – Honorar und Verbot des Nachdrucks sind im Grunde der Verderb der Literatur. Schreibenswertes schreibt nur wer ganz allein der Sache wegen schreibt. Welch ein unschätzbarer Gewinn es wäre, in allen Fächern der Literatur, nur wenige, aber vortreffliche Bücher vorzufinden. Dazu kommt nicht, so lange Honorar zu verdienen sind.”

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