Apple Musik

Evolutionär statt konträr

Wallstreet bestätigt „Apple großes Ereignis war evolutionäre nicht revolutionär” von Akin Oyedele
Vielleicht wollen Musikliebhaber nicht zahlen — Aber Apple Musik’s Start kündigt eine breitere Media Strategie an
von Glenn Peoples

 

 

Die Leute haben genug um die Ohren. Ich bin froh, dass El Capitan, so die Bezeichnung für das nächste Apple Betriebssystem, für den Herbst keine Überraschungen und Disruptionen birgt aber eine Pflegeaktualisierung ist, mit Konzentration auf kleine Vereinfachungen in Handhabung also Nutzbarkeit (Usability).

Als Überraschung, von einer Fortentwicklung von Apple Pay abgesehen, könnte sich Apple Musik herausstellen. Sowohl als desaströs oder auch als nicht übel.

Die grossen digitalen Strömungen waren¹² und werden sein³:

 

  1. Sachen machen
  2. Dinge miteinander verbinden
  3. Bezahlsysteme

 

Apple will zwar wieder als mehr human erachtet werden und die vertrauten Sprecher alberten dementsprechend menschlich, allzumenschlich herum, Tim Cook etwa neigte wieder zu barmeresquer Großspurigkeit und Aufgeregtheit, aber sie erkannten nicht den eigentlichen Bedarf beim Nutzer, nämlich den Musikern, den großen Leidtragenden (stakeholder) bei allem digitalen.

 

 

Wo bleibt mein Geld?

Wie werde ich bezahlt als der Begründer und Ursprung meiner Musik? Von Apple will der Musiker nur eines wissen, wie komme ich an mein Geld!

 

 

Ist Apple Musik gut für Künstler?

David Lowery, der Frontmann von Bands wie Cracker und Camper Van Beethoven, für einige Zeit Mitglied der deutschen Avant Garde Band FSK, ist Autor und Forscher für digitale Musik mit weitreichender Verbreitung seiner Artikel… Jener David Lowery nahm vorerst eine optimistische Haltung gegenüber Apple Musik ein:

 

Es ist nicht gebührenpfichtiges Streaming, das Musiker zu befürchten haben,
es ist YouTube das sie zu fürchten haben.

David Lowery

 

Lowery hatte in Interviews damit begonnen, gutes über Spotify zu sagen, das grosse Problem sei YouTube mit seinen Nutzer generierten Inhalten. (Er stellt den Nutzer generierten Inhalten ein Adjektiv voran, das auch im englischen mehrdeutig ist und ich es somit fortlasse.)

 

 

HORIZONT-Ausgabe-242015-135048

Von Marco Saal erfahren Sie, warum Spotify & Co sich warm anziehen müssen:

 

  1. Angebot und Usability: Apple rockt
  2. Die Zielgruppe: Das Rundum-Sorglos-Paket für alle – sogar für Android-Nutzer
  3. Die Marketing- und Werbepower: Gigantisch
  4. Die Apple-Kundschaft: Ans Bezahlen gewöhnt