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Inmitten der Frauen steht der Rennfahrer James Hunt, gespielt vom Chris Hemsworth. Er ist der eine Held dieser Geschichte. Mitte zwanzig, groß, gut aussehend, blonde Surfermähne. Ein Wort drängt sich auf, das sich bei Engländern eher selten aufdrängt: sexy. In wenigen Augenblicken wird er mit absurder Geschwindigkeit in Kurven hineinrasen, die nicht umsonst Fuchsröhre oder Bergwerk heißen, aber er ist völlig auf die Frauen fixiert. Weil das eben seine Art ist, den Wahnsinn zu verdrängen.

Neben ihm sitzt Niki Lauda im Ferrari, gespielt von Daniel Brühl. Er ist der zweite Held dieser Geschichte, und er ist allein. Sein Kopf kalkuliert Wahrscheinlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass er aus diesem Cockpit nicht unbeschadet wieder herauskommt, liegt bei mehr als 20 Prozent. Das sind ihm ein paar Prozent zu viel. Und es ist schon bemerkenswert, wie Daniel Brühl sein Gesicht hier zugespitzt, ins Hochkonzentrierte und Rattenhafte verschärft hat, um Niki Lauda zu werden.

So eiskalt, undiplomatisch und gnadenlos direkt, wie er in der Wirklichkeit oft auftritt, darf jetzt auch sein Alter Ego im Film sein: ein Mann, den alle fürchten und vielleicht auch bewundern, den aber eigentlich keiner mag – außer, am Ende, vielleicht wir Zuschauer.

 

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