Für viele Firmen ist eine Facebook Fan Seite integraler Teil Ihrer Sozialen Medien Kampagne. Welche Elemente aber verhelfen den Fan Seiten dazu eine grosse Gefolgschaft aufzubauen und was können Marken tun um vom Erfolg anderer zu lernen? Samir Balwani hat eine Auflistung speziell der Elemente zusammengestellt, von denen er der Annahme ist, dass diese dazu beigetragen haben eine grosse, engagierte Gefolgschaft für Fan Seiten zu schaffen. Im folgenden die Übersetzung seines Beitrags. Die US Beispiele von Samir’s Eintrag, habe ich mit Ausnahme von Punkt 2, mit Deutschen Beispielen ersetzt.

facebookweekSamir Balwani ist Stratege für auftauchende Technologien bei Morpheus Media, eine Firma die sich auf Soziales Marketing, Suchmaschinen -Marketing und -Optimierung spezialisiert hat.

Sein Original Eintrag ist Teil der Mashable Facebook Week.

 

1. Vernetzung mit anderen Plattformen

Um eine grosse Gefolgschaft aufzubauen werden weitere Plattformen benötigt, die in Verbindung mit einander daran arbeiten Besucher auf die Fan Seite zu lenken. Die Marke Adidas macht es uns vor.
Auf der Landeseite der eigens entwickelten „12. Mann des FC Bayern„-Kampagne mit unserem Christian Ulmen in der Rolle des 12. Mannes ist eine Verlinkung zur Facebook Fan Seite, dem Blog und dem MySpace Profil zu sehen. Adidas nutzt den Besucherstrom der Landeseite als Hebelkraft und lenkt die Besucher auf die Facebook Fan Seite und auf weitere Soziale Medien weiter.

adidas-12.mann
Viele Firmen widmen sich dem Thema nur ungenügend und erwarten von ihren Konsumenten auf Facebook gefunden zu werden. Dem ist jedoch meist nicht so.

Wann hast Du zuletzt nach der Facebook Fan Seite einer Marke gesucht? Wahrscheinlicher ist, das ein Konsument auf die Seite kommt, da ihn ein Freund darauf aufmerksam gemacht hat oder eben durch einen Verweis auf der Markenseite.

Die Tatsache, dass die von Adidas’s Zwölfte Mann Kampagne beabsichtigte Demographie, sich exakt deckt mit der aktivsten Demongraphie auf Facebook trägt zum Wachstum der Fangruppe bei.

Fazit: Mehrere Soziale Plattformen miteinander zu verbinden mitsamt dem Knotenpunkt der Kampagnen-Website, hilft die Konsumenten durch das Netzwerk zu schleusen.

 

2. Ressourcen schaffen

Viele Seiten werden als Verbindungs-Knotenpunkte genutzt, andere bieten Informationen die zum Konsumenten passen. Die Informationen dienen als Mehrwert um den Konsumenten zu veranlassen mit der Marke eine Verbindung einzugehen. Dell hat das vorbildlich gelöst mit ihren Soziale Medien Ressourcen für Kleinbetriebe. Klar, Kleinunternehmer kaufen Rechner, mit den zur Verfügung gestellten Ressourcen verschafft sich Dell eine Platz im Gedächtnis der an sozialen Medien interessierten Kleinbetriebe und Mittelständler.

Dell-Facebook
Obwohl sich für Dell die Anlagenrendite [ROI] nicht festlegen lässt, bleibt es eine exzellente Markenübung. Nachdem auch Angebote gemacht und Aktuelles zu neuen Produkten geliefert werden, ist diese Fan Seite durchaus in der Lage Kleinbetriebe und Mittelständler zu Dell Konsumenten zu machen.

Fazit: Das Anbieten relevanter Ressourcen ermöglicht der Marke neue Demographien zu erschliessen, ausserhalb der Stammkundschaft, die mit dem Betrieb vertraut sind und die Marke schätzen.

 

3. Wettbewerbe erstellen die Teilnahme umfassen

Marken die darauf setzen Mehrwert mit Fan-Seiten zu bieten und damit neben Markenloyalität, Anreiz für den Besuch der Seite, und die keine Möglichkeit darin sehen ein Portal für Ressourcen zu werden, können auf Facebook mit speziellen Facebook Wettbewerben, Verlosungen und Bonusprogrammen ins Gespräch kommen und für die Teilnahme Anreiz schaffen.

Sears, ein Versandhändler in den USA, bietet seinen Facebook Fans einen $10 Coupon, den sie in den Geschäftsstellen einlösen können und damit Anreiz zur Teilnahme. Ein Mausklick auf den Coupon und S-NappedDu kommst auf eine Seite auf der Deine Informationen gesammelt werden. Du erhältst daraufhin Informationen zum Nutzen des Coupon und ein Auswahl an Angeboten. Es besteht keine Möglichkeit sicherzustellen, dass die Angebote nur von Facebook Benutzern wahrgenommen werden, bis auf den von Sears eingeschlagenen Weg, bei dem die Marke eine Email zur Verifikation des Coupons benötigt.

Für die Neupositionierung ihrer Jugendmarke s-enjoy hat die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau eine Social Media Kampagne mit dem Titel „S-NAPPED – Free events for you and your friends“ gestartet. Idee und Umsetzung kommen von Bastian Bieber’s und Holger Hartmann’s Kreativagentur B2 hier in Aschaffenburg. Nach Anmeldung auf der S-Napped Landeseite, auf dem auch ein „Risk-o-Meter“ die Gewinnchancen anzeigt, gibt es spannende Lokalereignisse zu gewinnen, die über Facebook, Twitter, Flickr, StudiVZ begleitet und dokumentiert werden.

Fazit: Dem Konsumenten Angebote machen, um Anreize zur Teilnahme zu schaffen, hilft beim Aufbau einer grossen Gemeinschaft. Beispiele von Angeboten sind: Wettbewerbe, Coupons, kostenlose Lieferung, Wochenangebote, Lokale Ereignisse, Auslosungen, Spiele…

 

4. Bevollmächtigung von bereits bestehenden Seiten

Eine meiner Lieblingsgeschichten über Soziale Medien ist die der Coca Cola Facebook Seite. The Fan Seite wurde von zwei Benutzern begonnen, die gerne Cola tranken. Aus einer Fan Seite die aus Spass an der Freude begann wurde eine der größten Produktseiten auf Facebook.

Anstelle einer Übernahme der Seite durch Coca Cola, belohnte das Weltunternehmen die Fans indem sie den Beiden einen Flug nach Atlanta finanzierten und den Besuch des Firmengeländes ermöglichten. Die beiden Fans behielten Ihre Seite, nunmehr mit dem Segen und der Hilfe von Coca Cola.

Das Coca Cola Marketing Team war so schlau sich daran zu halten, Gutes zu tun und darüber zu sprechen.
Mit der Bevollmächtigung der Fans, kann Coca Cola sich sicher darüber sein leidenschaftlich Seiteninhaber zu haben und eine authentische, glaubwürdige Fansite zu Gunsten Coca Cola zu unterstützen.

Solltest Du, verehrter Leser hierzu ein Deutsches Beispiel kennen und es mir mitteilen willst, dann ersetze ich das Cola Beispiel mit dem Deinen.

Fazit: Die Übernahme von nicht sanktionierten Facebook Fan Seiten ist nicht immer eine gute Idee. Enthusiasmus aber zu belohnen kann andere dazu inspirieren dem Beispiel zu folgen.

 

5. Anvisieren der passenden demographischen Gruppe

Gut möglich, dass, egal auch wie sehr wir uns bemühen, es uns nicht gelingen wird, die Facebook Fan Seite zu gesundem Wachstum zu bringen. Das kann daran liegen, dass die demographischen Profile von Facebook und Produkt bzw. Marke der Fan Seite nicht übereinstimmen. Facebook eignet sich nicht für jede Marke.

Ein Blick auf die Demographien lohnt, um eine informierte Entscheidung treffen zu können, ob eine Investition in Facebook den gewünschten Erfolg erzielen kann.

Bei Quantquast estimates, erfahren wir über den US Markt, dass Facebook zu weiblichen, jungen Nutzern neigt. Interessant auch dass 53% der Benutzer Kinder haben und über ein Einkommen von mindestens $60.000 im Jahr verfügen. Offensichtlich ist auch, dass die Hälfte der Benutzer eine Akademischen Hintergrund haben.

Die Demographien ändern sich laufend mit dem raschen Zuwachs durch neue Benutzer.

Die Anfang des Monats eröffnete Hamburger Niederlassung von Facebook wird uns mit Deutschen Demographien versorgen.

Auch bleibt Raum für Überraschungen ob nun die Demographien übereinstimmen oder nicht. Zum einen befinden wir alle uns in einem unaufhörliche Testzustand, zum anderen bedeutet uns die Erfahrung, dass jedem Trend ein ebenso grosser Gegentrend folgt.

Mercedes-BehindtheSpeed

 

Die Marketing Verantwortlichen von Mercedes Benz unter der Leitung von Anders Sundt Jensen und ihre Agentur widersetzen sich der Übereinstimmung der Demographien mit der Einführung ihres SLS AMG und entschieden sich für Facebook Fansite, Reporter Blog, YouTube Video Kanal, Twitter und damit ein gutes Stück an Konzentration auf die Macht Sozialer Medien. Das macht Sinn bei einem Sportwagen, für den Du 170.000 auf den Tisch legen musst und den zu fahren für uns Hartz IV Grenzgänger erst noch Wunschdenken bleiben wird.

Fazit: Manche Marken können keine grosse Gefolgschaft auf Facebook erwarten. Marken oder Produktlinien, mit den dominanten Facebook Demographien im Visier dürften das schnellste Wachstum erwarten.