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14 Jahre nach dem Einsturz

11. September 2015

 

 

9/11 2015

New Yorker Magazintitel vom 24 September 2001 neben Gemälden von Michael Dumontier und Neil Farber

 

 

Wie ich gestern bei einem Gespräch mit einem Beamten erfuhr, seien die Strukturen zerstört, die dem Bürger Halt gaben, ihre Grenzen aufzeigten und dem zufolge denkbar einfach zu handhaben waren. Mit einer eindeutigen Bezugsperson, die uns sagt war zu tun und was zu lassen ist.

Was im kleinen klappte, klappte auch im grossen. Der Politik und Wirtschaft waren Grenzen aufgezeigt für deren Einhaltung es Gesetze gab. Es war ein Spiel nach vorgegebenem Thema, einfach zu spielen. Das ging gut bis neue Technologien den Leuten Einblicke ermöglichte in die Machenschaften zu Zeiten des alten Betriebssystems. Vertrauensentzug war die Folge.

14 Jahre nach dem Einsturz des World Trade Centers in New York und der Folge des Irakkrieges mitsamt der gegenwärtigen Migration an Flüchtlingen ist es heute ein Spiel ohne vorgegebenes Thema, ohne verlässliche Strukturen und schwer zu handhabenden, fragmentierten Märkten.

Das alte Betriebssystem mit seinen verlässlichen Verhaltensprägungen macht einem anpassungsfähigen Betriebsystem Platz, das oft noch ohne Bezahl-system, Arbeitsplätze en Masse zerstört ohne ausreichend neue zu schaffen. Eine Orientierung mit eindeutiger Führung und jeweiliger Bezugsperson ist dahin. Die Welt wandelt sich von fest zu flüssig.

Die Leute werden sich immer noch schwerer tun, bis sie geneigt sind die selbstverschuldete Unmündigkeit aufzugeben. Alte Gewohnheiten lassen sich schwer überwinden.

Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Doch davon morgen mehr.

 

 

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